Filomaniac

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9. September 2010

Register (2): Von A bis Z

Ein Kommentar unserer Leserin Maren über die Filofax Adressbuch-Software brachte mich dazu, über das Thema Adressen nachzudenken.

Zu den "Bausteinen" des Filofax-Prinzips gehört - neben dem Kalendarium - auch das Adressregister. Die Vorteile liegen auf der Hand: es ist beliebig erweiterbar, einzelne Blätter lassen sich schnell mal neu schreiben (wenn die beste Freundin wieder einmal umgezogen ist) und vor allem - man muss nicht, wie bei einem gebundenen Kalender, mit jedem Jahreswechsel die gesamten Adressen übertragen.

In den 80er Jahren, als ein Filofax das Statussymbol der Yuppies war, bewies ein gut gefülltes Adressregister mit den richtigen (= wichtigen) Kontakten, wie erfolgreich man war. Heutzutage, wo nahezu jedermann ein Smartphone besitzt - ist ein Adressregister im Filo eigentlich noch zeitgemäß?

Ich besitze selbst einen iPod touch, den ich nicht mehr missen möchte, und der auch all meine Kontakte enthält - mit der Möglichkeit, Adressen aus anderen Anwendungen zu übernehmen, Emails zu senden oder eine Adresse auf der Karte nachzuschauen. (Wäre es ein iPhone, könnte ich damit sogar telefonieren!)
Trotzdem mag ich auf das Adressregister im Filo nicht verzichten. Von den leidigen Themen "leerer Akku", "Crash" usw. einmal abgesehen (die Streitfrage "Elektronik vs. Papier" soll uns ein anderes Mal beschäftigen): es geht einfach schneller, im Filo eine Adresse nachzuschauen oder zu notieren/korrigieren. Ich kann, während ich mit jemandem telefoniere, die Adresse/Nummer einer dritten Person nachschauen, ohne das Telefon aus der Hand zu legen.

Stellt sich die Frage: Welche Varianten des Adressregisters bietet Filofax eigentlich und was fange ich damit an?
Die größte Auswahl gibt es - wieder einmal - in der Größe Personal: Neben dem cremefarbenen A-Z Register (2 Buchstaben pro Tab), das zur Standardfüllung gehört (je nach Modell auch contemporary oder pastellfarben) gibt es u. a. ein buntes Register und das Slimline-Register, bei dem man direkt auf die Tabs schreibt - und, für alle die mehr Platz brauchen, auch noch ein Register, bei dem jeder Buchstabe einen eigenen Tab hat. (In den anderen Größen gibt es in der Regel nur ein Register in Weiß bzw. Creme.)

Aber braucht man überhaupt ein Register? Es hilft zwar, den gesuchten Buchstaben schneller aufzuschlagen, trägt aber im Filo auch ziemlich auf. Stattdessen kann man - wenn das Adressverzeichnis nicht zu umfangreich ist - die Adressblätter auch ohne Register (aber alphabetisch sortiert) einlegen.
Nach Belieben kann man Kontakte natürlich auch systematisch erfassen: je ein Blatt (oder mehrere) für Verwandte, für Freunde, den Verein, die Kollegen... Oder, was ich selbst auch mache: für verschiedene Städte. Wie ich schon öfter berichtet habe, notiere ich die Adressen von Museen, Restaurants etc. für Reisen auf Adressblättern, sortiert nach Stadt. So kann ich je nach Ziel die entsprechenden Informationen einheften. Diese Adressen sammle ich allerdings im Travel-Filo.

Viele Filofax-Nutzer legen auch einen "Haushaltsplaner" an, der sämtliche Informationen enthält, die zuhause (aber nicht unbedingt unterwegs) benötigt werden, darunter eben auch das komplette Adressverzeichnis inclusive aller Handwerker, Versicherungen usw. Sind die Kontakte sehr umfangreich, kann man einen extra Filo nur als Adressbuch benutzen.
Wer seine Kontakte ohnehin im Smartphone hat, kann unterwegs auf das Adressregister verzichten, bzw. nur die wichtigsten Notfallnummern im Filofax dabeihaben - etwa auf der Rückseite der Persönlichen Informationen im deutschen Kalendarium (auch ein Vorzug gegenüber dem mehrsprachigen Kalender). Ich selbst schwöre übrigens auf das Telefonnummern-Blatt aus Vinyl von Filofax. Zwar musste ich eine Weile herumprobieren, um den perfekten Stift dafür zu finden: Bleistift ist zu blass, (wasserlösliche) Folienstifte verschmieren zu leicht. Diese Woche habe ich den Multimark von Faber-Castell entdeckt - einen wasserfesten (!) Folienschreiber mit Radiergummi. Die Schrift verschmiert nicht und ist bei Bedarf trotzdem korrigierbar. Außerdem ist das Blatt schön stabil, bietet also auch eine ideale Schreibunterlage im Filo und verhindert, dass die hinteren Seiten verknicken.

Vom offensichtlichen Nutzen abgesehen bietet ein A-Z Register indes die Möglichkeit, sämtliche Notizen usw. alphabetisch zu sortieren: Bücher unter B, Geburtstage unter G, Urlaub unter U... Eine weitere Möglichkeit erwähnt Nan auf Philofaxy:
"[...] a very nice reader emailed me personally about the virtues of A-Z tabs -- the tab inserts themselves, not what goes inbetween them. He brought up the point that you can write on the tab pages themselves. They're perfect for glossaries, lists of books to read or movies to see, and so on. So instead of a thickness liability, tabs can be an asset."
Hm, die Idee ist zweifellos originell (weshalb ich sie Euch auch nicht vorenthalten wollte) - allerdings müssten das dann schon Informationen sein, die man langfristig braucht und die sich nicht dauernd ändern. Der Platz ist ja auch begrenzt; meine Bücherlisten z. B. sind viel zu umfangreich, um auf ein Tab zu passen.

Die von Maren erwähnte Adressbuch-Software kenne ich nicht, aber sie hat sie ja in ihrem Kommentar (s. oben) sehr ausführlich beschrieben. Eine Demoversion gibt es sogar kostenlos.

Also, wie haltet Ihr es mit dem Adressregister? Benutzt Ihr es überhaupt - und wenn ja, welches? Habt Ihr es im Filo immer dabei oder bleibt es zuhause im Archiv?

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