Filomaniac

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31. Mai 2011

Kalender (8): Tag auf zwei Seiten

“I try to take one day at a time, but sometimes several days attack me at once.” Jennifer Yane
Ich habe Euch in den letzten Monaten ja schon etliche verschiedene Kalenderformate vorgestellt.
Gefehlt hat in dieser kleinen Serie bis jetzt das Tag auf zwei Seiten-Kalendarium (D2P), das allerdings nur im Personal-Format erhältlich ist.

Obwohl ich mit meinem Ein Tag pro Seite-Kalender (DpP) gut zurecht komme, hat es mich schon länger gejuckt, auch dieses Format auszuprobieren (und sei es nur aus quasi "professionellem" Interesse, um Euch darüber zu berichten). Die Fotos auf Flickr - u. a. von Jotje und kanalt17 - sahen immer sehr spannend aus!

Es ist zwar - zugegebenermaßen - ziemlich verrückt, im Mai (!) noch das Kalenderformat zu wechseln, aber ich mochte auch nicht bis Januar warten. Also habe ich mir vorletzte Woche ein Exemplar des D2P besorgt - so lange die 2011er Kalender noch verfügbar sind.


Das D2P gleicht in Papierqualität, Layout, Infoteil etc. dem DpP - allerdings ist es dreisprachig (Englisch, Französisch, Deutsch); Feiertage sind nur durch ihre Länderkürzel angegeben. Die Uhrzeiten sind im 12 Stunden-Format angegeben, wie es in UK üblich ist, also 8 bis 8 Uhr (statt wie bei uns 8 bis 20 Uhr).

Der größte Unterschied zum DpP ist, dass die Werktage (Montag - Freitag) auf zwei Seiten dargestellt werden, wobei die linke Seite die gewohnte Zeitleiste zum Eintragen von Terminen bietet, die rechte dagegen eine nummerierte sogenannte Prioritäten-Liste (also ToDos), die etwa zwei Drittel der Seite einnimmt, und ein liniertes Feld für Notizen.


Am Wochenende steht jeweils nur eine Seite pro Tag zur Verfügung - offenbar kann sich bei Filofax niemand vorstellen, dass Menschen auch am Wochenende Prioritäten haben - sei es in der Familie, in Verein, Ehrenamt oder Gemeinde; oder beim Abarbeiten der Haushaltspflichten, die unter der Woche zu kurz gekommen sind. Ich finde das ein bißchen schade: auch wenn mir eine Seite reicht, um meine Aufgaben zu notieren (ich bin ja bisher mit DpP auch ausgekommen), stört es mich etwas, dass das Layout nicht einheitlich ist. Immerhin bietet es doppelt soviel Platz wie das DpP, bei dem sich Samstag und Sonntag eine Seite teilen. Wer gar nicht auf die ToDo-Liste verzichten mag, könnte am Wochenende jeweils ein Blatt der "normalen" ToDo-Liste einlegen, müsste dafür allerdings weiter 7 Euro (zwei Sätze à 20 Blatt) investieren.


Eine Kalenderwoche umfasst damit sechs Blätter - dopopelt so viele wie das DpP-Kalendarium. Um das komplette Jahreskalendarium abzuheften, braucht man demnach zwei Filos! Oder man könnte die nicht mehr bzw. noch nicht aktuelle Jahreshälfte anderweitig, z. B. in einer Schachtel, aufbewahren.

Für wen ist dieses Format geeignet? Für alle, die
  • an jedem Tag viele Termine und Aufgaben haben
  • ihre ToDos lieber täglich vor Augen haben, als sie auf einer separaten Liste zu notieren
  • bereit sind, nicht erledigte ToDos auf den nächsten Tag zu übertragen
  • täglich viel Platz brauchen, um ein Journal zu führen, Wetter oder Befindlichkeit zu notieren, oder Erinnerungen (Tickets, Zeitungsartikel, Sticker...) einzukleben.
Durch die Trennung von Terminen, ToDos und Notizen wird der Tag natürlich übersichtlicher.

Die Einteilung der ToDo-Liste in Felder (die etwa den Umfang von zwei Zeilen der linken Seite haben) macht es allerdings schwieriger, zu den Aufgaben noch Notizen oder Unteraufgaben zu notieren - etwa ein Telefonat, bei dem mehrere Fragen geklärt werden sollen. Vielleicht wäre ein "offenes" Format, das einfach nur liniert ist, hier praktischer gewesen - wie es etwa tempus seit Jahren anbietet. Und hier zum Vergleich das D2P-Format von Franklin Covey, das ebenfalls ganz anders unterteilt ist - Termine und Aufgaben teilen sich eine Seite, während die rechte Seite komplett für Notizen zur Verfügung steht.

Was haltet Ihr von diesem Kalenderformat? Habt Ihr es vielleicht selbst schon ausprobiert?

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