Filomaniac

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14. Mai 2011

Linktipp (5): Die Zukunft des Zeitplaners

Heute zum Sonntag mal wieder ein Linktipp von mir: das Boss Magazin - eines der führenden Fachhandelsmagazine für die Bürobedarfs-Branche - befragt im aktuellen Heft (Mai 2011) die Anbieter verschiedener Zeitplansysteme, darunter auch Filofax, nach der Zukunft des "papiernen" Kalenders.

Die Antworten sind sehr interessant. Matthias Büttner, Geschäftsführer von X47, etwa sagt:
"Die neue Generation wächst weniger mit Papier als vielmehr mit Elektronik auf. Das prägt das Denken und die Gewohnheit. Die Nachfrage bei Privatkunden wird moderat sinken, und die Nachfrage bei Firmenkunden wird dramatisch sinken."
Mathias Beger, Marketingleiter von Baier und Schneider (Brunnen, idé Timing) dagegen glaubt:
"[...] Auch die haptischen und optischen Eigenschaften des klassischen Kalenders werden weiterhin sehr geschätzt. Besonders wichtig: Die Privatsphäre, die nur mittels eines Papierkalenders sicher gewahrt werden kann. Besonders wichtig für jugendliche Anwender sind die Individualität und die Gestaltungsmöglichkeiten eines Papierkalenders – ganz abgesehen von den vergleichsweise geringen Kosten. Daher verzeichnen wir bei dieser Zielgruppe sogar Wachstumsraten."
Zuversichtlich gibt sich auch Volker Jungeblut, Geschäftsführer von Filofax Deutschland:
"Die Annahme, dass klassische Kalender die jüngere Generation zumeist nicht mehr interessieren, ist so nicht richtig. Wir verkaufen nicht nur unsere Filofax-Zeitplaner in jungen Varianten ungebrochen stark, sondern auch Letts, gebundene Kalender fast ausschließlich für das jüngere Publikum in stetig wachsenden Mengen. Es ist nicht zu bestreiten, dass die Smartphones und hier insbesondere das Iphone eine große Zielgruppe ansprechen, aber nicht unbedingt zur Nutzung der Kalenderfunktion, sondern eher für Social Networking, Musik, Shopping etc. Daher sind wir der festen Überzeugung, dass der Kalendermarkt auch in zehn Jahren noch immer papierdominiert sein wird – sei es als Zeitplaner oder als Buchkalender."
Auch Andreas Meyer, Marketing Direktor von Avery Zweckform, betont:
"Trotz aller digitaler Angebote: Die meisten Menschen können sich Termine wesentlich besser merken, wenn sie diese aufschreiben und schwarz auf weiß vor sich haben. Forschungsergebnisse bestätigen: Das Gehirn speichert Informationen so besser ab. Der Kalender bzw. das Kalendarium aus Papier werden also immer gefragt sein."
Dem ist nichts hinzuzufügen - außer der Empfehlung, den hochinteressanten Artikel (PDF) selbst zu lesen.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Kommentare:

  1. Interessant.
    Anderes Thema: Ist euch schon aufgefallen, dass Filofax inzwischen eine kleine Seite zum flex online geschaltet hat?
    http://www.flexbyfilofax.com

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  2. Danke für den interessanten Link - ich denke auch, dass die Papierform des Zeitplaners nie ganz wegfallen wird. Es ist und bleibt schneller einen Gedanken/einen Termin zu Papier zu bringen, als ihn in ein elektronisches Medium ein zu fügen - das wird immer ein Argument bleiben.

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