Filomaniac

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11. August 2011

Die Qual der Wahl

Den Journey und seinen schlankeren "Bruder", den Pennybridge, gibt es ausschließlich in Skandinavien - schade eigentlich; ich bin sicher, dass er auch im Rest der Welt seine Abnehmer fände.

Ich jedenfalls wollte den Journey haben, seit ich ihn das erste Mal auf Filofax Schweden gesehen habe: ein klassisches Ringbuch mit Druckknopflasche - und einem zusätzlichen Reißverschlussteil hinten, wie bei einer Geldbörse: ideal für die Reise (wie der Name schon sagt), um Papiere, Tickets, Geld etc. aufzubewahren.
Ich hätte den Journey natürlich online bestellen können - aber da wir ja eh unseren Urlaub in Dänemark und Schweden verbringen würden, wollte ich die Gelegenheit nutzen, um ihn "live" zu sehen und anzufassen. Und das war auch gut so...

In Kopenhagen blieb meine Suche zunächst erfolglos - obwohl die großen Kaufhäuser Magasin und Illum wirklich gut sortiert sind in Sachen Filofax. Umso glücklicher war ich, als ich in Göteborg bei Åhléns fündig wurde: beide Modelle, Journey und Pennybridge, waren vorrätig.

Beide Ringbücher sind aus einem weichen, leicht wattierten, matten Kunstleder gefertigt, in den Farben Schwarz und Rot (ein eher dunkles Rot, vergleichbar mit dem Classic) und in den Größen Pocket und Personal bzw. Slimline (Pennybridge). Beide kosten 495 SEK (bzw. 399,95 DKK, was ungefähr auf das Gleiche herauskommt), etwa 53 Euro. Viel Geld für Kunstleder, zugegeben, aber dafür sind sie auch besonders aufwändig gefertigt.

Der Journey in Personal, mit einer 23 mm-Ringmechanik, verfügt über jeweils sechs Kreditkartenfächer plus ein großes Steckfach rechts und links, und eine elastische Stiftschlaufe links. Geschlossen wird er mit einer Druckknopflasche.
Im Reißverschlussfach dahinter bietet er zusätzlich zwei große Hauptfächer mit einem Mittelfach dazwischen, das per Reißverschluss geschlossen wird, sowie zwei Steckfächer: jede Menge Platz also für Tickets, Dokumente, Souvenirs, Visitenkarten und dergleichen. (Die Anordnung der Fächer in Pocket (395 SEK) variiert leicht.)
Gefüllt ist der Journey mit der "skandinavischen" Füllung, die ich Euch schon beschrieben habe incl. 18 Monate Kalendarium und schwarzem Register.

Als ich ihn dann endlich in der Hand hatte, war ich vom Journey, den ich mir so lange gewünscht hatte, allerdings unterwältigt.
Sicher, das Außenfach ist praktisch - aber es macht das Ringbuch auch sehr klobig: stellt Euch einen wattierten Metropol vor mit einer extra "Geldbörse" an der Außenseite. Der Journey sah aus wie ein Backstein aus schwarzem Kunststoff - nichts, was ich ausgerechnet auf Reisen würde mit mir herumtragen wollen. Für einen Geschäftsreisenden, der hauptsächlich mit Flugzeug, Bahn oder Auto unterwegs ist, mag der Journey reizvoll sein. Da wir aber im Urlaub den ganzen Tag auf den Beinen sind (Stadtbummel, Museum usw.), ist er mir zu viel Ballast.

Also habe ich ein Auge auf den Pennybridge geworfen: gleiches Material, gleiche Farben/Größen, gleicher Preis. Allerdings mit dem Unterschied, dass der Pennybridge eine 15 mm-Ringmechanik hat und einen umlaufenden Reißverschluss: ein Zip-Modell, aber schlanker.
Das "Geldbörsen"-Fach befindet sich beim Pennybridge innen: zwei Hauptfächer mit einem Reißverschlussfach dazwischen und insgesamt 14 (!) Kreditkartenfächer sowie ein großes Steckfach.


Rechts hat er eine elastische Stiftschlaufe sowie ein weiteres Steckfach über die ganze Länge - und ein zusätzliches Fach außen.

Dabei ist der Pennybridge - dank der Compact-Ringmechanik - wunderbar schmal und handlich. Der Nachteil ist natürlich, dass weniger Einlagen hineinpassen; verkauft wurde er lediglich mit einem schwedischen Woche auf zwei Seiten-Kalendarium und Lineal.
Ich war zunächst etwas unschlüssig, ob ich mit den 15 mm-Ringen glücklich würde. Aber ich wusste auch, dass ich es bereuen würde, ihn nicht zu kaufen.

Wie ich meinen Pennybridge eingerichtet habe und ob er den "Praxistest" bestanden hat, erfahrt Ihr dann morgen.

Kommentare:

  1. Hallo Iris,

    herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung dieser beiden Modelle. Eigentlich finde ich die Idee sehr spannend. Da ich bisher keine Gelegenheit hatte, sie 'live' zu sehen, finde ich Deinen Artikel immens hilfreich!

    Bin schon gespannt, wie es weiter geht...

    Viele liebe Grüße, Thomas

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  2. May be we should ask Neal Street about these two...

    Steve

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