Filomaniac

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26. August 2011

Ist der Osterley ein "Blender"?

Robert hat mir diese Mail geschrieben, die sicher eine interessante Diskussion anregen wird:
"Ich möchte niemandem auf die Füße treten, oder gar die Freude an seinem Filo nehmen, aber ich persönlich kann nicht verstehen, warum Filofax im neuen Katalog so viele (verzeiht den Ausdruck) "Blender" anbietet.

Was soll denn ein Filo mit "Krokomuster" (Osterley), "Straußenmuster" (Regency) "Schlangenprint" (Enigma) "Echsenprint" (Luxe)...

Das wirkt auf mich wie der Kauf einer gefälschten Breitling/Rolex am Strand von Pattaya - wenn ich mir das Original nicht leisten kann, oder im Falle der Filos aus arten/naturschutzrechtlichen Gründen in Deutschland nicht kaufen darf (in den USA gibt es die genannten Filos für sehr viel Geld im Originalkleid), oder aus Überzeugung nicht kaufen will - warum kaufe ich dann ein Produkt, das aussieht als wäre es "echt"?"

Also: Wie denkt Ihr darüber?

Findet Ihr die genannten "Blender"-Modelle attraktiv oder nicht? Würdet Ihr die echten Alligator-, Strauss- oder Eidechsen-Filos kaufen, die Filofax USA anbietet - wenn sie in denn Europa erhältlich wären?

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Kommentare:

  1. Hm, also dahingehend finde ich jeder sollte kaufen und nutzen was ihm gefällt, und dabei spielt ja neben der "Aussenhaut" auch die Innenaufteilung eine Rolle. Für mich persönlich sind diese Modelle, die jetzt hier angesprochen wurden optisch nicht so reizvoll, allerdings habe ich sie auch noch nicht Life gesehen/angefasst.
    Und was echt oder Fake betrifft, ist mir Fake in diesem Falle lieber ;)

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  2. "Und was echt oder Fake betrifft, ist mir Fake in diesem Falle lieber ;)"

    Tja, so verschieden sind die Wünsche/Vorstellungen - denn ich finde zwar die "Blender" sehr seltsam, aber das Original könnte ich mir (sofern machbar und legal) in einigen Fällen durchaus vorstellen. Den Alligator Filo fände ich z.B. wirklich ein sehr schönes Teil, das ist ein ganz tolles Leder !

    Strauß dagegen finde ich auch als Original kein schönes Leder, mit all den Perforierungen und Eidechse finde ich auch nicht so toll, Bison oder Elchleder ist auch noch was ganz tolles - ich hatte bei einigen USA Aufenthalten Gelegenheit die diversen Ledersorten in sog. "Bootstores" (Stiefelläden) zu sehen, die Amis haben da eine schier unvorstellbare Auswahl - allerdings zu sehr hohen Preisen....

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  3. Mir gefallen diese Lederarten an sich auch nicht so, aber wenn - da bin ich ganz Angi´s Meinung - dann die Fake-Filos! Freue mich über jedes Tier, dass für solche Einsatzwecke verschont bleibt...

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  4. Aber Maren, ohne jetzt eine Artenschutzdiskussion los zu treten, konsequenterweise kommt dann aber gar kein Lederfilo in Betracht - auch das "Büffelleder für z.B. deinen "Malden" ist nicht nicht an Bäumen gewachsen ;-)

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  5. Nein, keine Artenschutz-Diskussion, aber es gibt ja halt Gründe dafür warum dieses Leder hier in Deutschland nicht legal ist, anderes aber schon.
    Nichts desto trotz verstehe ich absolut die Vorzüge von echtem Leder im Vergleich zum Fake, daher hab ja auch ich mich für den Malden entschieden.

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  6. Ja, stimmt, mein Malden ist aus Leder und ich liebe es! Und ich trage auch Lederschuhe :-)

    Aber alles Kroko etc., das muss - für mich - nun wirklich nicht sein! Davon mal abgesehen, dass mir die Lederarten vom optischen her auch so gar nicht zusagen. Einer der Fake-Filos würde somit für mich definitiv nicht in Frage kommen.

    Aber jeder so, wie er/sie mag! Wahrscheinlich traut sich jetzt eh keiner mehr, sich hier als Fan zu outen... :-)

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  7. Ich wusste doch, dass dieses Thema eine interessante Diskussion lostreten würde - danke dafür, Robert!

    Ich habe ja selbst den Chameleon und den Domino Snake - und liebäugle gerade mit dem Amazona... Ich sehe sie aber gar nicht als "Fake" und habe sie auch nicht gekauft, um damit "reich" auszusehen - mir gefallen die Prägungen als "Muster", genauso wie mir die Streifen des Bond oder das "grained leather" beim Finchley gefallen. Ich betrachte das eher wie ein Kleidungsstück, z. B. einen Schal im Leopardenprint, der ja auch nicht so tut, als wäre er ein echtes "Fell".

    Die neuen Modelle (Regency etc.) finde ich von den Farben her zu trist - und die genannten US-Modelle sind mir schlichtweg zu teuer, Artenschutz hin oder her.

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  8. "die genannten US-Modelle sind mir schlichtweg zu teuer, Artenschutz hin oder her."

    Wohl wahr - mich würde mal interessieren wieviele Exemplare Filofax US z.B. vom "Alligator" für wahnsinnige 2.300,- US Dollar bislang verkauft hat.

    Es muss aber wohl "genügend" Kunden geben die diese Preise bezahlen (können) - andernfalls würde so etwas ja wohl nicht mehr angeboten werden - aber knapp 1.600 Euro für einen Filofax sind schon wirklich verrückt ;-)

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