Filomaniac

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12. Oktober 2011

System-Kritik

Ich bin selbst immer wieder überrascht, wie oft gerade die kurzen, beiläufig hingeworfenen Artikel die spannendsten Kommentare erhalten -  und so wiederum neue Themen und Artikel anregen.

Letzten Sonntag hatte ich Euch auf einen Artikel in der FAZ hingewiesen, in dem der Stilberater Andreas Rose zitiert wird mit den Worten: "Ein Kalender gehört in die Aktentasche jedes Chefs." 
Leser Ingo hat in einem Kommentar zu Recht darauf hingewiesen, dass der teuerste Terminplaner nichts nutzt, wenn man nicht damit umzugehen weiß. Daraus entwickelte sich eine rege Diskussion über das Thema "Zeitmanagement" - und dass Filofax hier zu wenig Anleitung und/oder Hilfestellung bietet.

Ich habe zu diesem Thema schon im August in meinem Gastartikel für www.orga-dich.de Stellung genommen:

Ja, es stimmt, verglichen mit anderen Zeitplansystemen wie tempus oder Time/System bietet Filofax in Sachen Zeitmanagement wenig Anleitung - und das ganz bewußt:
„Wir geben keine Anleitung — wir geben Anregungen! Aus der Fülle an Einlagen und Zubehör kann sich jeder Nutzer seinen eigenen, ganz individuellen Filofax zusammenstellen — dieses entspricht unserer Philosophie! Die beim Kauf beinhaltete Standardfüllung dient zur ersten Orientierung, da diese Einlagen erfahrungsgemäß die am häufigsten verwendeten Einlagen sind.” (Filofax Deutschland)
Dazu meint Ingo - der seine Gedanken in einer Email an mich weiter ausgeführt hat:
"Das liest sich wie: Hier ist die Küche da sind die Zutaten und Töpfe und nun kochen sie mal schön. Oder hier ist der OP und alles was sie für die Operation brauchen so jetzt spielen wir mal Hobby-Chirurg. [...] 
Nur wenn jemand über ein System verfügt, oder [...] über die Ausbildung oder das Wissen, kann man ihm die Zutaten liefern, um sich ein individuelles System zu kreieren. Da allerdings der Großteil nicht über Techniken von Zeit- und Zielplanung oder wie es heute so schön heißt "Selbstmanagement" verfügt, läuft das ganze in eine falsche Richtung. Dann kommt man zu dem Punkt das man seinen Filofax nach der Farbe der Handtasche auswählt. [...]
Aus diesem Grunde hat Filofax, zumindestens in Deutschland, nie in der Profi-Liga gespielt. Da hat man eben ein Time/System oder Löhnmethode oder ähnliches benutzt, die neben dem Verkauf von Planbüchern auch das entsprechende theoretische Beiwerk geliefert haben. [...]
Die derzeitige Philosophie von Filofax kann ich teilweise auch verstehen, es ist eben einfacher aus einem Werkzeug ein Lifestyle Produkt zu kreieren und zu verkaufen, wenn der Markt der Käuferinnen vorhanden ist. Die gleiche Taktik wie Apple sie anwendet. Da steckt auch nicht ein Funken Innovation dahinter, sondern ist alles nur von anderen Firmen abgekupfert aber wenn man der Masse durch eine Illusion was verkaufen kann, warum nicht. Mit der eigentlichen Aufgabenstellung hat das dann allerdings nichts mehr zu tun."
So viel dazu von Ingo.


Persönlich  sehe ich die Sache ein bißchen anders.
Versteht mich nicht falsch, es geht nicht darum, dass ich keine Kritik an Filofax dulden würde - ich kann sie nur in dieser Sache nicht ganz nachvollziehen.

Es ist wahr: Filofax bietet wenig Formulare und Vordrucke; die Kalendarien haben keine Felder wie Deligieren, Kontrollieren oder Veranlassen - nicht einmal Spalten für Telefon oder dergleichen, die jeder "Chef-Timer" aus dem Supermarkt hat. Aber, und da stimme ich Filofax zu: genau das gibt mir die Möglichkeit, meinen Filo so zu benutzen, wie es für mich am besten funktioniert.

Zu Themen wie Organisation, Zeitplanung etc. gibt es massenweise Literatur - und auch hervorragende Websites wie orga-dich. Ich habe selbst viele Jahre lang (und gerne!) tempus und später org-rat verwendet - und ich habe auch mit Begeisterung die einschlägigen Werke zum Thema Zeitmanagement von Jörg Knoblauch, Lothar J. Seiwert et. al. gelesen - und sicher manchen hilfreichen Tipp für mich entdeckt.

Aber: ich habe auch festgestellt, dass Systeme, Formulare und vorgegebene Felder mich einschränken, weil sie nie ganz genau zu meinem Leben passen - wie könnten sie auch? Schon das Tageskalendarium aus der Professional-Reihe, das Filofax anbietet, hat mich mit seinen Feldern ("Kontakte", "Privat") zu sehr eingeschränkt.

Wer gerne mit Vordrucken und Formularen z. B. zur Projektplanung arbeitet, ist mit anderen Systemen wie tempus oder Time/System sicher besser bedient. Filofax spricht dagegen eher Leute an, denen ein Kalendarium sowie (farbiges) Notizpapier für Notizen, Listen und Projekte genügt. 
Aus der Vielzahl der angebotenen Kalender und Zeitplansysteme möge sich jeder das herauspicken, was für ihn an besten funktioniert: Whatever works.

Und ich gebe gerne zu: Mein Filofax ist für mich (und nicht nur für mich!) nicht nur ein Werkzeug, sondern auch ein Accessoire; mich begeistert die große Auswahl an Ringbüchern in den verschiedensten Farben und Materialien, die die Ringbücher zu Sammelobjekten macht. Dafür werde ich mich nicht entschuldigen.



So, jetzt habt Ihr zwei sehr gegensätzliche Positionen zu diesem Thema gelesen - jetzt seid Ihr dran:
Findet Ihr, dass Filofax mehr Hilfestellung in Sachen Zeit- und Zielplanung geben sollte - oder gefällt Euch die Filofax-Philosophie, bewußt keine Anleitung zu geben?

Ich bin sehr gespannt auf Eure Kommentare!



Kommentare:

  1. @ Iris

    Die relevanten Stellen hättest du aber auch von mir zitieren können. Nämlich das diese Kritik wohl einigen aufstösst und das es von Filofax und zwar nur auf der Seite von GB durchaus professionelle Einlagen gibt, die aber sehr versteckt gehalten werden und nicht in allen Ländern zugänglich sind.

    siehe hierzu:
    http://www.filofax.co.uk/timemanagement/annual_update.asp

    http://philofaxy.blogspot.com/2011/02/time-management-from-filofax.html

    Auch habe ich erwähnt das ich nicht Vertreter eines starren Systemes bin, allerdings die Freiheit das man sich sein eigenes System zusammen stellt, hat nur derjenige der sich in der Thematik auskennt. Oder könnte ein Nicht-Koch etwa Rezepte kreieren? Wohl kaum. In den 80er oder 90ern haben die Firmen dafür Mitarbeiterseminare gehalten heute ist das nicht mehr der Fall. Aber es gibt ja auch Käuferinnen oder Käufer die nicht die Kenntnisse besitzen.

    Die Literaturverweise auf die Klassiker sind zwar ok, aber wo werden diese denn großflächig beschrieben? Geben wir den Namen "Seiwert" ein, wird er genau einmal getroffen und zwar in diesem Artikel. Eine Community sollte dann auch selber die Sache in die Hand nehmen, wenn der Produktanbieter seine eigene Philosophie hat und das Problem nicht wiederum auf andere verlagern.

    My 2 ¢ Ingo

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  2. [...] falsche Richtung. Dann kommt man zu dem Punkt das man seinen Filofax nach der Farbe der Handtasche auswählt. [...]

    Volltreffer ! filo in sunflower, farblich harmonierend mit Krawatte, Uhrarmband, Füllhalter, Socken und portemonnaie ... « Vous avez du style monsieur ! »
    Ja, es sind lifestyle-Artikel, accessoires geworden, mit den letzten Jahren.
    Ja, filofax bietet gerade für den unbedarften, sich mit der Materie befassenden Einsteiger zu wenig an Auswahl ( vor allem in D, in F gehts so, UK ist da schon ganz nett an Ideen bestückt ). Da muss ich Ingo zustimmen, da sind die anderen Hersteller auf den ersten Blick 'pfiffiger' bei der Sache.
    Aaaaaaaber ( nu kommts ), bei diesen vorgefertigten Dingern passt meistens irgendetwas so richtig gar nicht auf den eigenen Job. Das stellt man dann relativ früh im Jahr fest, und ärgert sich den Rest drüber. [ Wobei ich hier vielleicht erwähnen sollte, dass ich zu meiner Zeit als Paragraphenreiter in der freien Wirtschaft ohnehin andere Anforderungen an ein Zeitmanagementsystem gestellt habe, als die Wirtschaftsberater ein paar Türen weiter. Und heutzutage als freelancer im bildnerischen Bereich siehts auch wieder komplett anders aus ... ]
    In diesem Punkt sind sie sich alle gleich, egal, welcher Name da nun draufsteht. Es kann sich auch immer nur um Anregungen handeln, denn kein Job, kein Leben ist auch nur annhähernd identisch. Es ist nicht möglich, als Hersteller DAS System anzubieten, das alle Wünsche befriedigt. Spätestens hier kommt dann der Punkt, will ich ein System richtig - d.h. auf mich zugeschnitten - nutzen, dass ich mich mit der Materie 'Planung' auseinandersetzen muss. Irgendwann kommt der Punkt, an dem ich es auch habe, mein System. Individuell. Von allen Anbietern und 'Päbsten' ein bißchen. Und vor allem : kein liniertes Papier, wo es 'wichtig' ist ;-)
    Alles andere bleibt und ist ein Kalender mit nachfolgendem Adressregister und vielleicht einem Notizblock. Ein accessoire.
    Aber warum dann filofax ? Das geht mit jedem anderen 'Ringbuch' ja auch. Richtig. Ich kann auch mit einem BIC-Kuli rumkrakeln. Oder eben mit einem Parker oder Montblanc oder Rotring sanft gleitend schreiben. Oder den leichten Tintengeruch aus dem Kolbenfüller in mich einsaugen. Es ist eine Frage der Ästhetik. ...

    @ Ingo : Das mit Apple und 'nicht innovativ' : Wer hat als erster intuitiv zu bedienende grafische Oberflächen eingeführt ? Was sind eigentlich diese 'Virenscanner', über die alle immer so viel schimpfen ? Wer kam als erster mit diesen schicken, flachen Alutastaturen, die so gern kopiert werden ? Wer kam als erster mit Lüftern, die man nicht hört ? Wer kam als erster mit Hochleistungsrechnern, die man weder auf, noch unter dem Schreibtisch als solche erkennt ?
    Es muss nicht immer der letzte Schrei an Technik sein, es muss einfach nur funktionieren. Ich kauf mir schliesslich auch kein neues Auto und muss dann erst einmal das Lenkrad 'installieren', damit die Kiste funktioniert ;) Wenn es dazu auch noch 'gut aussieht', umso besser. (Nicht persönlich nehmen, bitte ;) Computer, Auto, Kameras ; das sind für mich Werkzeuge, über die ich nicht nachdenken will, die einfach funktionieren müssen. )

    H
    kein Smartphone, kein Tablet. Dafür ein Mobiltelefon, das ausser 'telefonieren' fast nichts kann, aber nahezu überall empfängt und sendet, filofax (das man auch mal aus drei Metern Höhe auf den Boden legen kann und das anschliessend immer noch funktioniert) und einen steinalten Benz Kombi.
    « Vous avez du style monsieur ! »

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  3. Nicht nachvollziehen kann ich z.B. Ingo´s Kritik an Filofax dass man es lediglich farblich passend zur Handtasche wählen kann, weil was anderes kann man damit ja eh nicht anfangen, weil ja kein System vorgeschrieben ist.

    Tut mir leid wenn ich das jetzt ein wenig anders formuliert habe, als Ingo es ursprünglich geschrieben hat, aber in etwa so kommt seine Aussage bei mir an.

    1. finde ich es toll dass es eine große Auswahl an Filos gibt. Was ist also verwerflich daran, seine Schuhe, Gürtel, Accessoires etc. farblich aufeinander abzustimmen?? Kleider machen Leute und Farben haben einen immensen Einfluss auf den unterbewussten Eindruck den man bei anderen entstehen lässt. Viel mehr als sich viele bewusst sind. Allgemein die Farbwahl, Farbzusammenstellungen, Symmetrie und einfach das "ZUSAMMENPASSEN" seiner Kleidung + Zubehör macht sehr viel aus.
    Wer sich darüber im Klaren ist, tut sich selbst einen Gefallen wenn er dieses "Werkzeug" auch einsetzt.
    Dass man dann zum braunen Anzug kein schwarzes Filofax herumträgt, oder anders herum, finde ich absolut nicht verwerflich.

    2. Ist ein Filofax in meinen Augen aber nicht "NUR" ein Accessoire. Ja es sieht toll aus und es ist auch schön es einfach hin und wieder in die Hand zu nehmen um darüber zu streichen.
    ABER, wie Iris bereits gesagt hat ist Zeitmanagement nicht so dramatisch wie es hier dargestellt wird.
    Man sollte hier vielleicht einmal festlegen was man überhaupt darunter versteht.
    Wenn es darum geht seine Termine einzutragen, Geburtstage festzuhalten, und ToDos zu verwalten, dann kommt man auch ohne großartig ausgeklügeltes System sehr gut zurecht.

    Ich denke was hier der eigentliche Knackpunkt ist, ist eher das Verwalten von Delegationen, das Verwirklichen langfristiger Projekte und Dinge dieser Größenordnung.
    Gerne gebe ich zu, dass ich in diesem Bereich von alleine auch keine Ahnung habe und es ohnehin nur in sehr geringer Menge nutze. Somit komme ich mit meinem Filofax und "Meinem System" sehr gut zurecht.

    Möchte/muss man allerdings Dinge dieser Größenordnung abarbeiten und verwalten/überwachen, so macht man die natürlich am besten nach einem bestimmten Muster. Hierfür ist meist auch Hilfestellung nötig. Aber Filofax anzuprangern weil für Mr. X (der seine Prioritäten in genau 5 einheitliche Kästchen unterbringen möchte) und Mr. YZ (der lieber seine zu tätigenden Anrufe nach folgendem Schema auflistet) kein von filofax ge"copyright"es System entworfen und vorgegeben wurde, finde ich doch wirklich übertrieben.

    Wie hier eben auch schon mehrfach erwähnt wurde, bietet Filofax genau wie andere Hersteller eine breite Variation an Einlagen für diese oder jene Belange und jeder muss selbst herausfinden welche er benötigt, welche für einen funktionieren und wie er damit umgeht.

    Möchte man große Projekte verwirklchen, so muss man sich so und so umhören und informieren.
    Selbst wenn es ein System von Filofax gäbe, heißt das noch lange nicht dass es genau das richtige für einen wäre, genauso wenig wie eine Löhnmethode oder andere Methoden eine Garantie geben dass sie einem helfen....

    (und tut mir leid dass ich mich derart hinreißen lassen hab und die Länge meines Textes schon fast wieder den Rahmen sprengt, aber all die schrecklichen Metaphern haben mich ein wenig angestachelt ;) )

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  4. Heyho,
    bin absoluter Filofax-Neuling. Habe früher immer gehadert, weil ich die Dinger bisher immer so scheußlich "geschäftsmäßig" fand. Bis ich dann durch die 90-Jahre Aktion gesehen habe, dass es die auch in Bunt und schön gibt. Für 9 EURO kann man ja nicht viel falsch machen, also gekauft und puff - es stellte sich als bester Kauf des Jahres heraus. Ich - als einfache Angestellte - fände es höchst verwirrend, wenn ich zig Spalten a la "Manipulieren, Delelegieren, Kontrollieren" hätte.


    Meiner Meinung nach hat Filofax "nie in der Profiliga" gespielt, weil
    1. die meisten null Peil davon haben, wie man sich selbst organisiert, nein, sie wissen überhaupt nicht WARUM sie das tun sollten
    2. (glaub ich) niemand, zumind. die, die sich nicht tägl. damit beschäftigen, weiß, dass Filofax auch chic sein können.
    3. sie ziemlich teuer sind.

    Mir reicht ein Kalender für meine Termine und ein Notizbuch für meine To-Do-Listen und Ideen, damit ich sie nicht vergesse. Früher habe ich billige, riesige Cheftimer-Buchkalender benutzt, für 2012 wollte ich 1 Kalender in A6 und ein Notizbuch in A6 mitnehmen -jetzt hab ich durch filofax beides in einem. Meine Organisation, die ich bewusst ganz einfach halten will, klappt somit hervorragend und ich habe SPASS und FREUDE daran, meinen Filofax (in meiner Lieblingsfarbe) zu benutzen.
    Und ja, natürlich ist es ein Lifestyle-Produkt, genau wie Apple, Moleskine, Kaffee, Tee, Smartphones, Mieträder und alles andere Zeugs. Konsum funktioniert heute doch sowieso nur noch über "Lifestyle".

    Für alle Neulinge, die es schwer haben mit Selbstorganisation empfehle ich bei google mal nach

    "getting shit done"
    oder
    "zen to done" (via imgriff als kostenlose deutsche version zum downloaden"

    zu suchen. Das hat mir sehr geholfen.

    Jemand, der überhaupt KEINE Erfahrung mit Selbstmanagement hat, wird weder mit Filofax noch mit anderen Timer-Systemen zurecht kommen. Er wird auch nicht damit klar kommen, die Termine alle SOFORT in einen normalen Terminkalender einzutragen. Das ist einfach nur Gewohnheitssache. Und Leute, die chronisch zu spät kommen, Geburtstage vergessen und überhaupt generell wenig auf die Reihe kriegen, haben es nun mal seeehr schwer, sich diese Gewohnheit anzueignen.

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  5. @ hauke

    Zuerst muss klargestellt werden, das Formulare ein System unterstützen, jedoch nicht das System darstellen. Es ist auch völlig korrekt das jeder andere Anforderungen hat. Ich kann mich noch an Time/System erinnern die damals berufsspezifische Einlagen angeboten hatten (Autohandel, Immobilien). Heute ist das mit einem Computer kein Problem seine eigenen Einlagen zu kreieren. Es wird Computerpapier angeboten und wie man bei Philophaxy sieht gibt es auch eine ganze Menge an Vorlagen.

    http://philofaxy.blogspot.com/p/files.html

    Wie gesagt, das hat jedoch nichts mit einem System zu tun.

    Hat man also eine Methode mal gelernt, kann man sie also umsetzen mit den angebotenen Einlagen oder entwickelt für sich selber seine Einlagen.

    Worauf keiner eingehen möchte in den Kommentaren, ist das Filofax durchaus professionelle Einlagen anbietet, allerdings nur über GB und sehr versteckt.

    http://www.filofax.co.uk/

    Ganz unten findet man einen Link zu Time Management. Aber eben nur dort. Das die Einlagen identisch wie die von anderen Anbietern aussehen liegt wohl in der Natur der Dinge, denn Systeme unterscheiden sich nur in Nuancen nicht im Grundsätzlichen.

    Zum Thema modisches Accessoire und Stil wie in dem Artikel vom Sonntag, darüber kann man auch so seine Ansicht haben. Ich persönlich halte es stilsicherer einen Planer aus hochwertigem Leder zu haben und dazu dann auch gerne hochwertige Schreibutensilien. Preislich kommt das dann wohl auf das gleiche hinaus, als wenn jemand mehrere Filofax hat.

    Zu Apple. Ich will das eigentlich nicht so vertiefen, aber wenn man mich fragt, gebe ich auch die Erklärungen dazu und räume mit einigen Mythen auf. Die graphische Oberfläche wurde nicht von Apple, sondern von Xerox in den 70ern entwickelt, übrigens die Maus auch. Apple hat sich dort nur etwas eingekauft und ist dann auf Shopping Tour gegangen wenn man es so salopp ausdrücken möchte.

    "Die erste kommerzielle Verwendung einer GUI erfolgte 1981 im Xerox Star. Viele der Innovationen im Alto wurden später von Steve Jobs für die Apple-Computer übernommen."
    http://de.wikipedia.org/wiki/Xerox_Alto

    Hier ist übrigens der Werbefilm zum Xerox Alto aus den 70ern. Man beachte auch die Maus.
    http://www.youtube.com/watch?v=M013_1TQ_5g

    Das kann man so weiterführen über das Appel OS, was ein Unix ist und über den neuen App-Store den Linux schon seit über 15 Jahren hat und das auch der Tablett-PC schon Anfang der 90er erfunden wurde und IBM sogar in DOS eine Schrifterkennung hat, zum Design welches von der Fa. Braun kommt (man beachte den Taschenrechner beim Iphone) etc. etc.

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  6. Mal eine Frage off-topic: Heute ist mein Kalender gekommen, den ich wg. Glamour Shopping Week gekauft habe. Mit 2011er Kalendarium. Ich hatte eigentlich ein 2012er erwartet, in der Artikelbeschreibung steht allerdings nur "Kalendarium" (Mensch, da freu ich mich mal, dass sie mir nicht anlässlich des 90jährigen 1911 geschickt haben). Hat noch wer in den letzten Tagen gekauft? Welcher Kalender war bei Euch dabei? Würdet Ihr den zurückschicken?
    LG
    Steffi

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  7. Und noch eine Antwort zum eigentlichen Thema: Ich habe etliche Planer durch und hatte genau das Phänomen, dass sie zu starr waren und nicht für mich passten. Daher nehme ich den Filo.

    Und ja, ich habe sie in mehreren Farben und der neueste ist auch auf die Farben meiner sonstigen Accessoires abgestimmt ;-).

    Allerdings habe ich mein Zeitmanagement auch nicht so sehr im Griff, dass ich hier ellenlange Abhandlungen schreiben könnte.

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  8. @Steffi
    Was die Frage nach dem Kalendarium angeht, wurde ich mich auf jeden Fall an den Kundendienst wenden. Ich vermute, dass es sich um ein Versehen handelt, schliesslich wurden sogar die 9 Euro-Filos incl. 2012er Kalender ausgeliefert.
    Siehe auch die FAQ: "Alle Terminplaner sind grundsätzlich mit einem aktuellen Kalendarium bestückt. Ab August legen wir kostenfrei ein Kalendarium für das Folgejahr bei."
     

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  9. Danke Iris, ich habe vorhin mit einer sehr netten und geduldigen Dame vom Kundendienst telefoniert (Mini und Midi haben während des Telefonats lautstark angefangen, sich zu kabbeln und sie hat NICHT aufgelegt) und es ist tatsächlich ein Irrtum. Ich bekomme 2012 nachgeliefert.

    Auf Filofax.uk habe ich inzwischen auch gestöbert und diese Time Management A5 Day to View Einlagen würden mich schon anmachen ... wenn sie nur in Personal-Größe wären.

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  10. @Steffi

    Dann stöbere mal unter dem Link von Philophaxy den ich gepostet habe, dort wurden einige Vorlagen nachgemacht wie ich sehen konnte. Ob das komplett ist - keine Ahnung. Wenn du die Vorlagen im PDF Format nimmst kannst du sie auf dem kaufbaren Computerpapier für Personal ausdrucken.

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  11. Hallo,
    ich wollte noch folgenden Tipp geben:
    Ich habe mir ganz normales Kopierpapier gekauft, und es einfach auf die Maße vom Personal zurechtschneiden lassen. War gar nicht teuer, auf jeden Fall wesentlich billiger als fertig gekauftest Computerpapier.
    Und darauf drucke ich meine selbstgestalteten Formulare aus, und loche sie, mit dem passenden Locher.

    Gruß Thorsten

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  12. Da hat Jemand wohl ins Wespennest gestochen ;-)

    Aber letztlich ist doch alles halb so wild, soll doch jeder leben/planen wie er/sie will - und Filofax hat Erfolg mit seiner Art, während Timesystem und etliche andere "Mitbewerber längst aus dem Rennen sind...

    Was die "Kritik" an Apple betrifft - das gehört hier nicht her - und es zeigt ein erschreckendes Maß an Unkenntniss der Materie, sowohl was Hardware als auch was Software dieses Unternehmes betrifft.

    Aber auch hier gilt - s.o. - und auch hier konnte Steve Jobs über seine Kritiker zu recht lachen, denn der Erfolg gab ihm letztlich recht. Apple ist nicht ohne Grund eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt geworden und das hat wenig mit Lifestyle, aber viel mit "intuitiver Bedienerführung" zu tun.

    Womit sich der Kreis schließt, egal ob Filofax oder Apple - beide Unternehmen haben erkannt, was der Kunde will- und solange die jeweilige (und zahlreiche) Kundschaft zufrieden ist und kauft, kann man sich doch entspannt zurücklehnen ;-)

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  13. Ich verstehe auch nicht ganz, wo das Problem liegt. Laut Ingo klingt es mal plump übersetzt so: Wir dummen Filofax-Nutzer sind nur deswegen mit dem mangelhaften Filo-System zufrieden, weil wir eh nicht die Kenntnisse besitzen, die effizientes Selbstmanagement (was für ein schönes Wort!) erfodert... Oh mann, gibt es nichts wichtigeres auf dieser Welt als SOWAS?
    Die ALLERmeisten Menschen, die Kalender oder eben den Filo benutzen sind überhaupt nicht in der Position, zu DELEGIEREN oder zu KONTROLLIEREN. Die wollen einfach...was man mit seinme Filo halt so macht. Was glaubst du, wer sich in solchen Foren herumtreibt? Die Ackermanns und Wiedekings dieser Welt? Genau DIE haben 0 Zeit, sich mit www.orga-dich.de zu beschäftigen.
    Sorry, aber nachdem ich auf dieser Seite ein wenig gestöbert habe, musste ich feststelen, dass ich eben diese Zeit sinnvoller hätte nutzen können. Es sei denn, man hat ein Gedächtnis wie ein Sieb oder ist der Chaos-König schlechthin.
    Musste mal Luft rauslassen - soviel dazu. Leben und leben lassen!

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