Filomaniac

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17. November 2011

"Dreimal umgezogen...

...ist einmal abgebrannt", sagt der Volksmund - eine Redewendung, die übrigens Benjamin Franklin zugeschrieben wird. (Wiktionary)

Vor zwei Jahren, im Herbst 2009, sind wir umgezogen - zum fünften Mal in 15 Jahren. Dieses Mal zwar nur innerhalb der Stadt, aber wer jemals umgezogen ist, weiß, wieviel Zeit, Geld und Nerven sowas kostet.

Im August 2009 hatten wir (aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun) beschlossen, uns nach einer neuen Wohnung umzuschauen, und schon im September hatten wir sie gefunden, bezugsfertig zum 1. Dezember.

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht meinen treuen Filofax benutzt hätte, um den Umzug zu organisieren. Tatsächlich war es - aufmerksamen Lesern wird das nicht entgangen sein - zunächst ja noch mein bsb-Ringbuch, das mir beim Umzug zur Seite gestanden hat; erst im Okober ist der Guildford eingewechselt worden. Was aber kein Problem war - das Papierformat ist dasselbe; ich konnte also all meine Listen und Notizen einfach übernehmen.

In meinem Ringbuch hatte ich folgende "Sektionen":

1. Wohnungssuche
Zu jeder Wohnung, für die wir uns interessiert haben, habe ich ein Notizblatt angelegt mit den Infos: natürlich die Adresse, Größe, Miete, Nebenkosten, Kontaktdaten des Vermieters/Maklers. Wenn ich durch eine Zeitungsanzeige darauf gestoßen bin, habe ich auch diese eingeklebt. Auch meine Eindrücke der Lage, Infos über das Stadtviertel (der nächste Supermarkt, Bäcker, Tierarzt…), Vor- und Nachteile usw. habe ich notiert.
Für die Besichtigungen hatte ich außerdem eine Checkliste, damit ich nichts vergesse: Was will ich fragen? Worauf muss ich achten? Sind Haustiere erlaubt? Sind die Heizkosten, der Stellplatz, die Treppenhausreinigung... in den NK enthalten? Wer räumt Schnee? Wie sieht es mit dem Parken aus (z. B. Anwohnerparkausweis)? usw.
Jeder Wohnung habe ich fortlaufend eine Ziffer zugeordnet, um mich z. B. im Kalender einfach darauf beziehen zu können.

Nachdem wir uns entschieden und den Mietvertrag unterschrieben hatten, habe ich alle Informationen - außer natürlich denen zu der Wohnung, die wir beziehen würden, entfernt (das ist der Vorteil eines Ringbuches) und folgende Informationen zusammengestellt:


2. Alte Wohnung
Mehrere Checklisten: Was muss erledigt, renoviert, geklärt, umgemeldet, gekündigt … werden? Details zu Kündigungsfrist, Übergabe, Kaution. Da wir einige neue Möbel angeschafft haben, habe ich die alten Möbel einer gemeinnützigen Organisation angeboten.

3. Ummelden
Hier hatte ich eine Liste aller Ämter/Versicherungen/Abos/Freunde usw. die informiert werden müssen - sortiert nach: persönlich (Meldeamt, Kfz-Zulassung), telefonisch, online, schriftlich - immer, wenn ich etwas davon erledigt hatte, habe ich es vermerkt.

4. Umzug
Wer hilft beim Umzug, was muss besorgt/geklärt/vorbereitet werden?

5. Neue Wohnung
Der Grundriss; eine Liste von Dingen, die besorgt/erledigt/geklärt werden müssen; Infos zu den neuen Möbeln, die wir bestellt hatten.

Nachdem der Umzugstermin feststand, habe ich dann meine ToDos etc. entsprechend in den Kalender übertragen - wann muss ich anfangen, zu packen; wann mein Zeitungsabo umbestellen, wann übergeben wir die alte Wohnung...

Ein Umzug ist immer stressig - aber ohne meinen Filo wäre es die Hölle gewesen.

Wie hilft Euch Euer Filo bei der Bewältigung des Alltags?






Kommentare:

  1. Mein Alltag ist extrem Filofax-lastig. Ich nutze ihn privat und geschäftlich. Für´s Business habe ich einen Domino A5 - für´s private krame ich gerade meinen Idenity A5 wieder raus- der mich übrigens seit 12 Jahren begleitet und immer noch wie neu aussieht - das ist echte Qualität. In der Handtasche trage ich einen Pocket Piazza, damit ich mir immer Notizen machen kann. Als Kalendereinlagen nutze ich allerdings die Kalendarien von Chronoplan.
    Danke für diesen tollen Blog - ich liebe ihn und hab ihn gleich bei mir verlinkt. LG Isa

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  2. Ich fange erst im nächsten Jahr mit der "richtigen" Nutzung meines Filos an.
    Durch die 9-Euro Aktion in Deutschland habe ich mir einen Pocket Finchley gekauft und ihn verwende ich jetzt seit September. Obwohl ich das Pocketformat total "süss" finde, habe ich festgestellt, dass es einfach zu klein für das ist, was ich mit meinem Filo "machen" möchte.
    Deshalb "bereite" ich meinen Personal Finchley gerade für das nächste Jahr vor.
    Ich habe schon verschiedene Register gebastelt und überlege, wie ich ihn nutzen möchte.
    Als Kalenderformat werde ich das 2 Tage/Seite verwenden und vor jeder Woche eine To-Do Liste heften, auf der ich dann wichtige Termine eintragen werde, die für die Woche anstehen.
    Ich habe eigentlich immer eine Kamera dabei und möchte viele Fotos in meinen Filo heften. Habe ausprobiert, das quadratische Fotos im Format 10x10 cm sich gut im Personal machen.
    Ich möchte meinen Filo also weniger als Planungshilfe, sondern eher als "Lebensdokumentation" nutzen und freue mich schon darauf ihn füllen zu können.
    Ich habe jetzt den Personal Finchley in vintage rose und obwohl ich ihn unbedingt haben wollte, habe ich mich irgendwie in den schwarzen Malden verliebt ;-).
    Vielleicht kann ich mir den selbst zu Weihnachten schenken, mal sehen.
    Wünsche euch einen schönen Tag!
    Stefanie

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  3. Das mit der "Umzugshilfe ala Filo" werde ich mal im Hinterkopf behalten, falls das bei mir im kommenden Jahr akut werden sollte.

    Ich selbst nutze derzeit nur 3 meiner acht Filos.

    Malden Vintage Pink in Pocket als Alltagsfilo; Malden Crimson in Personal als Adressbuch und den Metropol Zip Schwarz in Personal für meinen Blog (Ideen, Rezensionsentwürfe etc.). Die restlichen Filos sind derzeit ungenutzt. Lg Jana

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  4. Ich weiß nicht, ob das gilt... aber im Oktober habe ich mit dem Auto einen schweren Unfall gehabt - in den zwei Wochen danach, wo praktisch ALLES geklärt werden muss (neues Auto, Versicherung, Geld, Bank, etc. pp.), war mir mein Notizbuch (das hätte auch ein Filofax sein können!) eine große Hilfe. Mehr als mein Smartphone, mein iPad und die ganzen anderen lustigen Gimmicks.

    Was ich sagen will: Wenn es hart auf hart kommt geht nichts über Papier und Stift. Ganz im Gegenteil, es ist ausgesprochen lästig mit dem Kalender am Ohr einen Termin vereinbaren zu müssen ;)

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