Wenn der
Sketch Zip und der
Metropol Slimline ein gemeinsames Kind hätten, dann wäre es... - der
Pennybridge.
Warum ich im Urlaub in Schweden dann doch nicht, wie geplant, den
Journey, sondern den Pennybridge gekauft habe, habe ich Euch ja
gestern schon erzählt.
Der Pennybridge vereint auf wundersame Weise die Vorzüge eines Slimline mit denen eines Zip: einerseits ist er
schmal und leicht (wobei die 13 mm
Ringmechanik etwas größer ist als beim
Metropol mit 11 mm) - andererseits schützt der
umlaufende Reißverschluss Einlagen und lose Zettel davor, zu verknicken oder gar verlorenzugehen.
Die vielen Fächer innen - eines davon mit Reißverschluss - machen den Pennybridge zu einer optimalen Reisebrieftasche.
Allerdings erfordert die schlankere Ringmechanik die Beschränkung auf das Wesentliche: was im Urlaub ja kein Nachteil sein muß.
Nachdem ich den Pennybridge in Göteborg gekauft habe, habe ich am Abend im Hotel damit herumgespielt. Enthalten war ja nur das schwedische
Wochenkalendarium. Natürlich würde nicht der ganze Inhalt des
Domino Slate, der mich bis dahin begleitet hatte, hineinpassen. Und da wir auf Reisen waren, hatte ich auch nicht meine komplette Auswahl an Filofax-Kalendern und Einlagen zur Hand: den
Monatskalender jedenfalls habe ich schmerzlich vermisst.
Also habe ich zunächst einmal nur das hineingepackt, was ich unterwegs brauche: Tagespläne (D2P), Reise-Infos/Adressen, Notizpapier - und den Rest im Domino und im Hotel gelassen.
Nachdem ich in den Pennybridge eingezogen war, habe ich allerdings festgestellt, dass die Stiftschlaufe, obwohl elastisch, völlig nutzlos ist: da der Pennybridge mit etwa 12 cm schmaler ist als ein "normaler" Filo - und deutlich schmaler als der Sketch Zip mit ca. 14,5 cm - geht der Reißverschluss nicht zu, wenn man einen Stift hineinsteckt!
oben: Pennybridge, unten: Sketch Zip
Ich muss gesehen, dass das eine ziemliche Enttäuschung war - abgesehen davon ist er nämlich perfekt: Die Steckfächer sind optimal für Hotel-Keycard, Tickets, Visitenkarten, Belege - und Dinge wie Zuckertütchen usw., die ich immer als Souvenirs mitnehme. Und er ist ganz leicht und flach.
Das Kunstleder mag zwar weniger hochwertig aussehen, ist aber unempfindlich gegen Kratzer; gerade auf Reisen ist das ja durchaus wichtig.
Ich habe mir also im Urlaub damit beholfen, den Stift separat in der Handtasche aufzubewahren.
Soweit, so gut.
Aber würde ich den Pennybridge auch zuhause, im Alltag noch mögen - oder schnell in einen Personal zurückkehren?
Einerseits bin ich daran gewöhnt, das
W2P-Kalendarium in meinem Filo zu haben
plus den aktuellen Monat
D2P, jede Menge Notizen zu verschiedenen Themen, Adressen, Fotos... Andererseits: brauche ich das
wirklich alles, wenn ich unterwegs bin? Der Pennybridge ist einfach zu schön, um im Regal auf die nächste Reise oder Buchmesse zu warten.
Wir sind jetzt seit zwei Wochen wieder zuhause und ich gebe zu, dass ich seitdem recht viel mit dem Pennybridge herumexperimentiert habe. Mittlerweile habe ich eine gute Lösung gefunden: Der Pennybridge begleitet mich in der Handtasche, wenn ich unterwegs bin. Ich habe den M2P-Kalender für den Überblick plus den aktuellen Monat des D2P: letzteres gibt mir genug Platz für To Dos, Notizen usw. Dazu noch ein paar Blatt Notizpapier, Post-Its, Fotos meiner Lieben - fertig!
Als Brieftasche ist der Pennybridge unschlagbar: Büchereiausweis, Kundenkarten, Belege, Briefmarken sind darin sicher aufgehoben. (Mein Geld habe ich allerdings nach wie vor in der Geldbörse, da ich nicht jedes Mal an der Kasse meinen Filo herausholen will.)
Die übrigen Einlagen des Domino (W2P, Notizen, Projekte, Fotos...) habe ich zusammengelegt mit dem "Household"-Filo, in dem ich auch vorher schon Dinge aufbewahrt habe wie: Geburtstagskalender, Notizen zur Wohnung (z. B. Maße; Bezeichnungen von Leuchten/Patronen/Staubsaugerbeuteln usw. zum Nachkaufen), Passwörter... eben all die Infos, die ich daheim häufiger brauche - aber eben nicht unterwegs. Adressen sind - bis auf ein paar wichtige Nummern für den Notfall - in meinem
Adress-Filo.
Und die Stiftschlaufe, höre ich Euch fragen? Naja, der
einzige Stift, der hineinpasst, ohne mit dem Reißverschluss zu kollidieren, ist der Pilot
Birdie (den ich seit ungefähr zehn Jahren besitze). Für Ringbücher entworfen, lässt er sich wahlweise in die Stiftschlaufe stecken oder an die Ringmechanik anklemmen. Problem gelöst!
Ich habe allerdings festgestellt, dass ich auch mit anderen (schmalen) Stiften, z. B. dem Tombo
Onbook (im Foto oben zu sehen) sehr gut zurechtkomme, wenn ich den Reißverschluss nur
halb zuziehe.