Filomaniac

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3. September 2012

Journalling School (7)

Wie Ihr wisst, arbeite ich mit Ray Blake zusammen am Projekt Journalling School, der Schule des Tagebuchschreibens: Die (englischen) Originalartikel findet Ihr auf Rays Blog, von mir bekommt Ihr jeweils die deutsche Übersetzung, mit ein paar Anmerkungen oder Gedanken.

Rays Artikel erscheinen immer montags hier und - im englischen Original - auf My Life All in One Place.


Journalling School, Lektion 7: Probleme lösen

Willkommen zur siebten Lektion der Journalling School. Heute schauen wir uns an, wie das Tagebuchschreiben helfen kann, Probleme zu lösen, die einen plagen.

Hast Du jemals nachts wachgelegen oder bist frühmorgens aufgewacht mit Gedanken, die sich wie wild im Kreis drehen; fixiert auf ein Problem, das Dich belastet, so dass Du keinen Schlaf fandest?

Und falls nicht, hast Du Dich jemals einem Problem gegenüber gesehen, für das Du keine Lösung hattest, das Dich bedrückt hat und Dich davon abhielt, die postiven Aspekte des Lebens zu geniessen?

Nun, Dein Tagebuch kann Dir in diesen Situationen helfen. In vergangenen Lektionen haben wir uns bereits damit beschäftigt, wie man das Schreiben nutzen kann, um seinen Sorgen Luft zu machen, aber heute gehen wir einen Schritt weiter. Denn tatächlich kann Dir das Tagebuchschreiben nicht nur helfen, mit Problemen umzugehen, es kann sie sogar lösen.

Es gibt zehn Arten, ein Tagebuch zu nutzen, um Probleme zu lösen.

Nein, gibt es nicht; oder wenn doch, dann kenne ich sie nicht. Aber wenn ich diesen Satz in mein Tagebuch schreiben würde, "Es gibt zehn Arten, ein Tagebuch zu nutzen, um Probleme zu lösen" - dann würden mir sicher zehn einfallen.

Dies ist eine Technik, die ich selbst in meinem Tagebuch verwendet habe, um Gedanken zu vertiefen und Probleme zu lösen. Hier ist ein aktuelles Beispiel: "Ich werde zwölf Dinge notieren, die ich mit meiner Familie am Wochenende unternehmen kann, um wiedergutzumachen,, dass ich in dieser Woche jeden Tag so lange gearbeitet habe." Und nachdem ich das in mein Tagebuch geschrieben hatte, habe ich angefangen, eine Liste zu erstellen.

Warum zwölf?  Weil ich dachte, dass das ein paar mehr sind, als ich zusammenkriegen würde. Ich habe zwölf zusammengekriegt, auch wenn die letzen drei ein bißchen Kopfzerbrechen erforderten. Wenn ich mir nicht so eine große Zahl vorgenommen hätte, hätte ich bei neun aufgehört. Und das wäre schade gewesen, denn Nummer elf war ein echtes Juwel!

Ich habe diese Technik schon vielfach angewendet, und sich selbst ein hohes Ziel zu setzen, macht sich wirklich bezahlt.

Denk an diese Beispiele:

  • Es gibt zehn Dinge, die ich jetzt sofort tun könnte, um Geld zu sparen.
  • Mir fallen fünf Wege ein, wie ich die Diät halten kann, die ich immer wieder aufgebe.
  • Diese zwölf Dinge kann ich diesen Monat tun, um meine Karriere voranzubringen.
  • Sechs Wege, wie ich die Beziehung zu meinem Nachbarn verbessern kann.
Um das noch mal klarzustellen, Du musst noch nicht wissen, welche Dinge auf Deiner Liste stehen werden, wenn Du den einleitenden Satz aufschreibst. Ihn niederzuschreiben, bedeutet, Dich selbst herauszufordern, diese Verpflichtung einzugehen. Stelle sicher, dass Du dranbleibst und Deine Vorgabe wirklich erfüllst, auch wenn einige der Ideen ein bißchen lächerlich erscheinen mögen. Alberne Ideen niederzuschreiben, kann ausgesprochen nützlich sein, weil sie so länger in Deinem Kopf bleiben als normal, und dort andere, potentiell machbare Ideen inspirieren können.


Hausaufgaben

Wenn Du Dich gerade mit einem konkreten Problem beschäftigst, nutze diese Technik. Fordere Dich selbst heraus, indem Du eine Zahl wählst, die Dir zu hoch erscheint, um machbar zu sein. Wenn Du zum Beispiel glaubst, dass Du sechs oder sieben Wege finden kannst, mehr Geld zu verdienen, schreibe: Hier sind zehn Wege, wie ich sofort mehr Geld verdienen kann. Schreibe so lange, bis Du sie zusammen hast. Wenn das zu einfach war, mach einfach weiter, finde noch mehr Wege und setze Dein Ziel nächste Mal höher.

Wenn Du kein konkretes Problem hast, kehr zu Deinen Zielen zurück und wende diese Methode darauf an. Schreibe etwas wie: Diese sechs Dinge kann ich morgen tun, um meinem Ziel näher zu kommen, ... Höre auch hier nicht auf, bis Du Deine Vorgabe erreicht hast, und mach einfach weiter, wenn es zu einfach war.

Und dann schreibe diese Ideen als Aktivitäten in Deinen Kalender - oder als undatierte Aufgaben, wenn Du jetzt noch keinen Zeitpunkt dafür festlegen kannst.



Dies war die siebte Lektion der Journalling School. In der nächsten Lektion schauen wir uns an, wie man die Dinge im Tagebuch frisch hält.

Feedback, Gedanken und Ideen sind stets willkommen. Bitte teilt Eure Erfahrungen in den Kommentaren.

(Autor: Ray Blake, den Originaltext findet Ihr hier.)

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