Filomaniac

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18. Oktober 2012

Dünn und dünner


Den GSW-Rabatt habe ich genutzt, um mir den Metropol Black in Compact-Größe zu kaufen. 
"Universell einsetzbar durch absolut klassisches Styling mit einer interessanten Verschlusslasche! Funktionelle Aufteilung und bewährte Verarbeitung vereinen auch bei diesem Terminplaner Qualität mit smartem Design." (Filofax Deutschland)
Ich hatte schon länger vorgehabt, die Compact-Größe auszuprobieren, und der Metropol ist das günstigste Modell: mit den 20 Prozent Shopping Week Rabatt habe ich 31,20 Euro bezahlt. Da ich bereits ahnte, dass der Compact mit seiner 15 mm-Ringmechanik eventuell doch nichts für den Alltag sein würde, sondern eher für "besondere" Gelegenheiten - Reisen, Messen und dergleichen - habe ich mich für Black entschieden, das passt zu allen Handtaschen etc; Red wäre meine zweite Wahl gewesen.

Der Metropol Compact kommt, wie sein großer Bruder in Personal, im Pappschuber
Das glatte, leicht glänzende Kunstleder sieht gut aus und ist, wie ich weiß (da ich den Metropol bereits als Slimline und Personal besitze) unempfindlich gegen Kratzer. Geschlossen wird er mit einer Druckknopflasche.


Auf der linken Seite hat der Compact vier vertikal angeordnete Kreditkartenfächer mit einem Einschubfach über die ganze Länge dahinter, rechts ein weiteres Einschubfach. 


Geliefert wurde er mit:
  • W2P-Kalendarium, mehrsprachig (Juli 2012 bis Dezember 2013)
  • Adressregister cremefarben
  • Adressen, 9 Blatt
  • To Do, 5 Blatt
  • Notizpapier weiß, hellblau und lavendel, je 3 Blatt
Die Stiftlasche (auf der linken Seite) ist elastisch, doch da der Compact so schmal ist (ca. 11,5 mm), passt nur ein schlanker Stift hinein, und selbst dieser muss beim Schließen zurechgerückt werden, da er sonst den Einlagen in die Quere kommt.


Die Innenaufteilung entspricht damit der des Slimline, von dem sich der Compact nur durch die größere Ringmechanik sowie den Verschluss unterscheidet.


Der Slimline hat eine 11 mm-Ringmechanik und wird, anders als der Compact - mit einer W1P-Kalendarium und dem Slimline-Adressregister geliefert.

Alle drei Größen - Slimline, Compact und Personal - kosten übrigens jeweils 39 Euro; den Slimline gibt es allerdings nur in Black; beim Compact stehen neben Black auch Red und Raspberry sowie die neuen Farben Warm Orange und Kingfisher Blue zur Auswahl. 

In der Größe Personal bietet Filofax Deutschland die Farben Red, Raspberry, Brown, Warm Orange und Kingfisher Blue an sowie - als Auslaufmodell mit 30 Prozent Rabatt - Lavender. Im Handel sowie den ausländischen Filofax Shops findet man gelegentlich noch andere Farben, darunter Amber (z. B. bei Filofax Dänemark) oder Black.

Den habe ich im August verlost


Der Personal (23 mm Ringmechanik) ist etwas breiter (ca. 13 mm) und hat daher Platz für zwei unterschiedlich große, nichtelastische Stiftschlaufen und ein Notizblockfach mit Mesh-Einsatz hinten. Er verfügt über sechs Kreditkartenfächer vorne, die allerdings so eng sind, dass sich Plastikkarten (z. B. Kredit- oder Versicherungskarten) nur mühsam einstecken lassen. Er bringt zusätzlich ein Nummernregister, ein Lineal, eine Klarsichthülle und einen Notizblock mit.

Mein "Alltagstest" hat dann gezeigt, dass die Einlagen aus meinem Alltags-Filo (M2P, DpP, ein paar Blatt Notizpapier, Slimline-Adressregister) in die Compact-Ringmechanik reinpassen - vorausgesetzt, ich verzichte auf meine Post-Its, Sticker und Klarsichthülle Multi. 


Nicht bedacht hatte ich allerdings, dass ich ja statt des mitgelieferten W2P-Kalendariums das M2P mit Register verwende: da der Compact, wie gesagt, schmaler ist als die Personal-Größe, kollidiert das Register mit dem Stift. Es geht, wenn man einen sehr schmalen Stift (z. B. von Muji) verwendet und ihn beim Schließen zurechtrückt - aber es ist unbequem, wie ein Kleidungsstück, das nicht richtig sitzt. Kennt Ihr das Gefühl, wenn Ihr ein unbequemes Kleidungstück, vielleicht ein steifes Kostüm oder einen Anzug, auszieht und in Eure Lieblingsjeans schlüpft? Genauso fühlte es sich an, vom Compact zurück in den Malden zu wechseln.

Versuch macht kluch, wie es so schön heißt. Momentan bewahre ich im Compact meine (ständig wachsende) Sammlung von Filofax-Covern auf. Ich bereue nicht, ihn gekauft zu haben, vielleicht ergibt sich mal eine Gelegenheit, ihn auszuführen. Froh bin ich allerdings, dass ich für meinen Selbstversuch den günstigen Metropol gewählt habe und nicht etwa einen Holborn oder gar Osterley.

Für wen ist also die Compact-Größe geeignet? 

Für mich ja ganz offensichtlch nicht, aber...
... für alle, die mit einem Wochenkalendarium (W1P oder W2P) plus Notizpapier (und eventuell Adressen), aber ohne Register auskommen
... als "Satellit" zu einem (dickeren) Filo, der zuhause bleibt - bestückt z. B. mit einem Jahresplaner und den jeweils gerade aktuellen Notizen/Adressen/Infos
... als "Spezial-Filo" für ein Hobby oder Projekt, für Passwörter, als Adress- oder Notizbuch


Verwendet jemand von Euch die Größe Compact? Wie kommt Ihr damit zurecht?

Kommentare:

  1. Ein sehr schön und informativer Bericht. Als ich mich von Pocket verabschiedet hatte, bin ich ja auch erstmal zum Compact. Anfags ging es sehr gut, aber dann habe ich einen Personal ausprobiert und bin bei geblieben. Denn da kann ich wirklich alles rein tun, was ich so benötige. Mitlerweile habe ich - bis auf einen - alle Compacts verkauft. Einer durfte bleiben (Compact Holborn Wine) falls ich doch mal wieder das Format nutzen möchte.

    Slimline habe ich seit kurzem zwei Modelle (Cuban & Piccadilly). Diese beiden Schönheiten sind Projekt gebunden und somit nicht immer bei mir. Da ich eh eine große Handtasche nutzt, stört ein kleines Filo mehr oder weniger nicht. Schade finde ich das es den Slimline Metropol nur in black gibt - raspberry würde mich da noch sehr reizen.

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  2. Ich bin vn Personal zu Pocket und dann zu Compact gewechselt. Das ist einfach MEIN Format. Mir ist der Personal zu groß und zu schwer, der Pocket aber zu klein.
    Ich bekomme auch alles unter, was ich mitnehmen will. Nutze ein 6er Reigister, das wie folgt bestückt ist: Kalender: M2P Tab, W2P (1/2 Jahr), Notizzettel (10 Seiten), To-Do (5 Seiten), Infos (4 Seiten), Wünsche (4 Seiten) Internet (1 Seite). dann ist noch eine normale Klarsichthülle und eine Multihülle drin. Das klappt echt gut.
    Nur das mit der Stiftschlaufe und den Tabs ist echt blöd :-(. Aber da zirkel ich den Stift dann immer irgendwie rein oder ich habe eh mein Stiftetui mit. Von daher kann ich mit diesem Manko leben.

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