Filomaniac

Das deutsche Blog für alle Filofax-Fans. - The German blog for all Filofax fans.

Please feel free to comment in English as well!

30. August 2012

Big Brother

In meiner (ständig wachsenden) Filofax-Sammlung ist der Amazona Pocket, den meine Schwägerin mir netterweise letzten Dezember vermacht hat (er war ihr zu klein), der einzige Pocket.

Seht Ihr den Amazona Pocket?

Und deswegen wird er von den anderen Filos gehänselt - man kennt das ja.

Aber die Zeiten sind vorbei - wenn ihm jetzt jemand blöd kommt, dann holt er seinen großen Bruder:

Amazona Pocket und Personal
Ich hatte Euch ja berichtet, dass ich letzte Woche in Nürnberg den Amazona Black in Personal gekauft habe - dank Payback mit etwa 65 Prozent Rabatt. Da musste ich einfach zugreifen, oder?

Wie sein kleiner Bruder ist der Amazona Personal aus glänzendem Rindleder gefertigt, mit einer auffälligen Kroko-Prägung.


Innen verfügt er über fünf horizontale Kreditkartenfächer, mit einem oben offenen Einschubfach dahinter, der sogenannte secretary pocket.



Zum Vergleich: der Pocket hat das gleiche Einschubfach, aber aufgrund seiner Größe nur drei  Kreditkartenfächer, die vertikal angeordnet sind:



Hinten haben beide Modelle eine Reißverschlusstasche mit elastischem Einsatz.



Der Pocket hat zusätzlich ein Rückenfach über die ganze Breite, was praktisch ist, ihm das Flachliegen allerdings schwermacht.


Dafür punktet der Personal mit zwei unterschiedlich großen, ledernen Stiftschlaufen, die (obwohl nicht elastisch) auch tatsächlich groß genug sind für handelsübliche Stifte!

Beide Modelle kommen mit cotton cream Einlagen und braunem Lineal, was ich persönlich zu Black gar nicht so passend finde.

Den Pocket hätte ich mir selbst nie gekauft - meine Größe ist und bleibt Personal! Deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich jetzt endlich einen Amazona habe, den ich auch tatsächlich benutzen kann!!


Am Montag bin ich nun vom Baroque in den Amzona umgezogen. Interessant: während der Baroque sein Muster auf der Innenseite vor neugierigen Blicken verbirgt, zeigt der Amazona der Welt, was er hat; als Modell ist er daher auffälliger, sieht aber trotzdem elegant aus. Die Krokoprägung macht das Leder unempfindlich gegen Kratzer etc., was ja immer ein Vorteil ist.

Von der Aufteilung her mochte ich den Baroque lieber, vor allem wegen des Notizblockfaches hinten. Die secretary pocket ist mir allerdings von allen Optionen die zweitliebste. Was die Stiftschlaufe angeht, gewinnt der Amazona das Rennen: nicht nur, dass er zwei Schlaufen bietet - selbst die kleinere Schlaufe (rechts) ist größer als die Schlaufe im Baroque; endlich kann ich wieder all meine Lieblingstifte bei mir haben!
Angenehm überrascht bin ich auch, dass der Amazona bereits nach zwei Tagen flachliegt! Ich hatte erwartet, dass er mehr Training braucht.

28. August 2012

Wunschzettel

Beim letzten SCS bin ich gefragt worden, welche Modelle jetzt - da ich den Amazona in Personal ergattert habe, noch auf meiner Filofax-Wunschliste stehen.

Zuerst wollte ich das in einem Kommentar beantworten, habe aber schnell gemerkt, dass die Antwort doch etwas länger ausfällt - genug Stoff also für einen eigenen Blogpost! Außerdem kann ich Euch dann die gleiche Frage stellen!


Ich mache jetzt einfach mal den Anfang:

Von den discontinued Modellen habe ich jetzt eigentlich alle, die ich haben wollte. Eventuell würde ich noch einen Butterfly kaufen - aber nur, wenn der Preis sehr gut wäre... Ich hatte neulich in Nürnberg einen in der Hand und war überrascht, dass der viel weniger steif ist, als ich erwartet hatte.

Das Gleiche gilt für den Cuban: um meine Sammlung zu vervollständigen, würde ich ihn vielleicht kaufen, wenn er sehr günstig wäre, aber ich suche nicht gezielt danach.

Zu einem Finsbury Zip würde ich auch nicht Nein sagen, wenn er entsprechend reduziert wäre. Ich besitze nämlich bislang nur nichtlederne Zip-Modelle (Graphic und Sketch). Auch bei einem Malden in Crimson werde ich vermutlich zugreifenwenn ich den mal zu einem guten Preis finde...

Die Modelle Deco, SienaEnigmaRegency, Tropic und Scanda gefallen mir nicht besonders; auch für den Lyndhurst konnte ich mich nie erwärmen. Sorry, falls ich damit Euer Lieblingsmodell gekränkt habe!

Osterley und Aston sind mir zu teuer, ausserdem reizen mich die angebotenen Farben nicht. Das Gleiche gilt für den Domino Mix: das Magenta ist schön, aber ich brauche nicht noch einen pinken Filo. Falls allerdings nächstes Jahr  neue Farben kommen...

Der Boston wiederum ist attraktiv, aber die Slimline-Größe ist leider nichts für mich.


Jetzt aber zu den Modellen, die ich noch auf meinem Wunschzettel habe:

Den Holborn (vermutlich in Wine) werde ich mir irgendwann ganz sicher kaufen, aber nicht zum vollen Preis!

Außerdem steht der Jack Vintage auf meinem Wunschzettel - ich warte auf die Glamour Shopping Week im Oktober, in der Hoffnung, dass Filofax wieder dabei ist. Mit 20 Prozent Rabbatt und ohne Versandkosten wäre er dann genauso günstig wie bei Filofax UK...

Am liebsten hätte ich allerdings einen Compact in Red; entweder den Metropol oder (noch lieber) den Chameleon. Filofax Dänemark hat letzteren zur Zeit sehr günstig im Angebot, vermutlich wird er meine nächste Anschaffung. Ich bin schon ganz froh, dass ich vergangene Woche in Nürnberg nicht den Chameleon (Personal) gekauft habe, da mir klar geworden ist, dass ich den eigentlich als Compact haben will. Da ich allerdings diesen Monat schon zwei Filos gekauft habe, muss das noch ein bisschen warten...


So, jetzt seid Ihr dran: welche Modelle und/oder Farben habt Ihr noch auf der Wunschliste? Gibt es einen bestimmten  Filofax, auf den Ihr gerade spart, oder eine Neuheit, auf die Ihr sehnsüchtig wartet?

Oder "sammelt" Ihr einfach alle Modelle, wenn der Preis attraktiv ist? Habt Ihr schon einmal einen Filofax in einer "falschen" Größe gekauft, nur um ein bestimmtes Modell zu besitzen?

27. August 2012

Journalling School (6)

Wie Ihr wisst, arbeite ich mit Ray Blake zusammen am Projekt Journalling School, der Schule des Tagebuchschreibens: Die (englischen) Originalartikel findet Ihr auf Rays Blog, von mir bekommt Ihr jeweils die deutsche Übersetzung, mit ein paar Anmerkungen oder Gedanken.

Rays Artikel erscheinen immer montags hier und - im englischen Original - auf My Life All in One Place.


Journalling School, Lektion 6: Persönliche Ziele

Willkommen zur sechsten Lektion der Journalling School. Heute schauen wir uns an, wie das Tagebuch uns dabei helfen kann, unsere persönlichen Ziele zu erreichen.


Die persönlichen Ziele aufzuschreiben, wird gemeinhin als einer der wichtigsten Schritte in Sachen persönliche Entwicklung betrachtet. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Ebenso wichtig ist es, diese Ziele publik zu machen, sie - und den Fortschritt, den man macht -, zu überdenken, und zu planen, wie man sie erreicht. All das kann man im Tagebuch tun.

Zuallererst musst Du Deine persönlichen Ziele definieren. Schreibe jedes einzelne Ziel auf, aber auch 
  • warum dieses Ziel für Dich wichtig ist
  • was die Erreichung dies Ziels für Dich bedeutet
  • wann Du es erreichen möchtest
  • welche Pläne und Ideen Du für die Erreichung hast

Als ich das selbst getan habe, habe ich meine Ziele aufgeteilt und je eines pro Tag bearbeitet, aber wenn Dir danach ist, kannst Du sie auch all in einem Eintrag behandeln. Die Idee ist, jedes einzelne Ziel wirklich zu erkunden.

Als nächstes solltest Du Deine Ziele regelmäßig überdenken, vielleicht monatlich, und jeweils nur ein Ziel auf einmal. Wenn Du das tust, schreibe darüber:
  • was du getan hast, um Deinem Ziel näher zu kommen
  • was Du als nächstes tun wirst
  • welche anderen Ideen Du noch ausprobieren willst
  • wessen Unterstützung Du dabei brauchst und wie Du planst, sie zu bekommen

Denk daran, dass Du noch nicht alle Antworten kennen musst, wenn Du mit dem Schreiben beginnst.  Nächstes Mal geht es um Problemlösung im Tagebuch und Du wirst, wenn Du die Techniken ausprobierst, die ich vorstelle, entdecken, dass das leere Papier Dein Freund ist.
Hier kommen nun Dein Tagebuch und Dein Kalender zusammen. Wenn Du die Überprüfung Deiner Ziele beendet hast, übertrage alle Ideen und Aktionen in Deinen Kalender. Wo immer Du kannst, schreibe die Aktionen in Deinen Kalender als feste Termine. Wenn Du die genauen Aktionen noch nicht zeitlich planen kannst, lege die Planungszeit dafür fest oder trage sie in Deine Todo-Liste ein. Lege in Dein Tagebuch außerdem ein Post-It oder ein Lesezeichen beim heutigen Tag ein, so dass Du nächsten Monat den Eintrag überprüfen und Deinen Fortschritt nachvollziehen kannst

Wenn Du beginnst, Deine Ziele bewusst zu planen und zu verfolgen, wirst Du feststellen, dass sie aufhören, nur Träume zu sein und sich in eine vorstellbare Realität verwandeln, auf die hinarbeitest. Von allen Folgen, die das Tagebuchschreiben für Dich hat, ist dies vielleicht die greifbarste, die Dein Leben am meisten verändert.

Du kannst diese Technik nicht nur für Deine Lebensziele anwenden. Du kannst diese Methode anwenden für jede Veränderung, die Du anstrebst, sei es bei der Karriereplanung oder Deinem Fitnesstraining. Schreibe zunächst über die Veränderung, die Du erreichen möchtest, warum Du das möchtest und was es für Dich bedeutet, dieses Ziel zu erreichen. Dann schreibe regelmäßig über die Fortschritte, die Du gemacht hast, was Du als nächstes ausprobieren willst und welche anderen Ideen Du hast. Benutze Deinen Kalender, um Dir selbst über Deine Fortschritte Rechenschaft abzulegen.



Hausaufgaben

Wenn Du Deine persönlichen Ziel bereits definiert hast, schreibe diese Woche in Deinem Tagebuch darüber. Picke jeden Tag ein oder zwei Ziele heraus und betrachte sie von allen Seiten. Reflektiere vor allem darüber, was das Erreichen dieser Ziele für Dich bedeutet.

Wenn Du Deine Ziele noch nicht formuliert hast, nutze das Schreiben in dieser Woche, um herauszufinden, welche es sein könnten; denke darüber nach und schreibe auf, was Du fachlich und persönlich erreichen willst, bei der Arbeit und in Deinen Beziehungen. Beende die Woche mit einer Liste von vier bis acht Zielen, denen Du Dich widmen möchtest.

Notiere in Deinen Kalender, wann Du den Fortschritt in Bezug auf Deine Ziele überprüfen willst. Mach das sofort, auch wenn Du Deine Ziele noch nicht formuliert hast.



Dies war die sechste Lektion der Journalling School. In der nächsten Lektion geht es darum, wie man im Tagebuch Probleme löst.

Feedback, Gedanken und Ideen sind stets willkommen. Bitte teilt Eure Erfahrungen in den Kommentaren.

(Autor: Ray Blake, den Originaltext findet Ihr hier.)


Iris sagt...
"Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig." - Seneca

26. August 2012

Modern Woman


Habt Ihr diese McDonalds-Werbung schon gesehen? Vermutlich ja, Steve hatte sie ja gestern in den Web Finds gelistet. 

Was immer man über McDonalds - oder Fast Food im Allgemeinen - denken mag, ist es nicht faszinierend, dass die Frau kein Smartphone, sondern einen Filofax (offenbar ein Holbornin der Hand hält?

Wisst Ihr, woran ich dabei sofort denken musste? An Modern Woman von Billy Joel (1986):
"You see her sitting with her coffee and her paper
With her high top sneakers of italian design
With a long cool stare she aggravates the tension
Makes up her face while she makes up her mind

Now you're in trouble
maybe she's an intellectual
What if she figures out you're not very smart
Or maybe she's the quiet type who's into heavy metal
Boy
you got to get it settled
Cause she's breaking your heart

[...]

She looks sleek and she seems so professional
She's got a lot of confidence
it's easy to see
You want to make a move
But you feel so inferior
Cause under that exterior
Is someone who's free

She's got style and she's got her own money
So she's not another honey you can quickly disarm
She's got the eyes that make you realize
She won't be hypnotized by your usual charm

You've got your plan of attack
That won't attract the modern woman
When you're an old fashioned man
She understands the things you're doin'
She's a modern woman

[...]

You got to learn to relax
And face the facts of modern woman
And you're an old fashioned man
She understands the things you're doin'
She's a modern woman"

Mädels, ist es nicht schön zu sehen, dass wir - mit dem Filo in der Hand - die Männer immer noch um den Verstand bringen?

25. August 2012

Speakers' Corner Saturday - 127

Jetzt habe ich Euch aber lange genug auf die Folter gespannt.

Ja, Ihr habt richtig geraten - natürlich habe ich in Nürnberg den Amazona gekauft.


Der Chameleon in Red wäre zwar auch verlockend gewesen, aber... den Amazona (in Personal) hatte ich mir schon lange gewünscht - und so eine günstige Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder; zumal er ja bereits discontinued ist, während es den Chameleon in den meisten Shops noch gibt. Ich hatte mir immer vorgenommen, den Amazona erst zu kaufen,. wenn er deutlich reduziert ist, und das hat ja jetzt auch  geklappt. 

Eingezogen bin ich noch nicht, da ich mich momentan noch nicht vom Baroque trennen mag, den ich ja erst seit drei Wochen habe. Aber der Amazona ist für meinen Geschmack ohnehin eher ein herbstliches Modell.

Nächste Woche stelle ich Euch das gute Stück dann noch en detail vor. Fotos findet Ihr schon auf Flickr.

Jetzt aber genug von mir - was gibt's bei Euch Neues?

23. August 2012

Jack Vintage bei Filofax Deutschland

Gute Nachrichten für alle, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht bei Filofax UK bestellen wollen oder können: den Jack Vintage gibt es jetzt auch bei Filofax Deutschland, in den Grössen Pocket (33 Euro) und Personal (39 Euro):
"Terminplaner mit Union Jack - Motiv im reizvollen Spiel zwischen matter und glänzender Oberfläche. Der Inneneinband ist leicht angeraut und passt sich farblich harmonisch dem äußeren Design an. Das elastische, horizontal verlaufende Verschlussband hält sicher durch die Führungsnabe."
Der Jack Vintage hat einen Einband aus Kunststoff mit Union Jack-Motiv in Blau und Pink und wird (ähnlich wie der Domino) mit einem horizontalen Verschlussband geschlossen. In der 3D-Ansicht kann man das Motiv sehr schön erkennen.

Wie der Petal - ebenfalls eine Neuheiten 2012 - hat der Jack Vintage keine Innenfächer (!), was ihn vielleicht eher als Archivbinder qualifiziert. Natürlich kann man sich hier mit Kredit- oder Visitenkartenhüllen behelfen.

Er wird geliefert mit:
  • Trennblatt, transparent
  • Deckblatt mit Union Jack-Motiv
  • Kalender, 1 Woche/ 2 Seiten
  • Lineal/ Lesezeichen
  • Notizpapier
  • A-Z-Register, 2 Buchstaben, creme
  • Adresseinlagen
  • To Do - Einlagen
  • Pen Holder aus Kunststoff
Ein Nummernregister ist offenbar nicht enthalten, auch keine Klarsichthülle. Verglichen mit Modellen wie Domino oder Metropol ist der Jack Vintage für meinen Geschmack damit ziemlich teuer.

Zum Vergleich: Filofax UK verkauft den Jack Vintage zum Preis von 17 £  (Pocket) bzw. 20 £ (Personal) - jeweils zzgl. 5 £ Versandkosten; bei Filofax Deutschland fallen dagegen (ab 30 Euro Bestellwert) keine Versandkosten an.

Und so beschreibt Filofax UK den Jack Vintage:
"Perfect for an era of national pride as Britain proudly hosts the London Olympic and Paralympic Games, and celebrates the Queen’s Diamond Jubilee. Emblazoned with the Union Flag - stylishly fly the flag with Jack Vintage. A printed matt pu organiser with an elastic closure."


22. August 2012

Soll ich's käff?

Das, liebe Kinder, ist Fränkisch, und es heißt: Soll ich es kaufen?

Ich war nämlich gestern in Nürnberg - oder, wie der Franke sagt: Nämberch.

Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass die Filofax-Neuheiten nun endlich in den Geschäften angekommen wären - Fehlanzeige. Kaufhof, KaBuCo und Karstadt haben noch gar keine Neuheiten (Karstadt hat auch noch immer keine Kalender für 2013!); Thalia nur die, die auch schon im Juni da waren: Pennybridge und Domino Mix als neue Modelle (immerhin), Metropol, Domino und Finsbury in neuen Farben. Kein Compact (abgesehen vom Pennybridge), kein Boston, kein Classic Botanics, vom Malden Zip oder Purple ganz zu schweigen.

Hoffnungen gemacht hatte ich mir eigentlich auf die neuen Flex-Cover
Ich hatte nämlich - wieder mal - Payback-Coupons (zehn Prozent Rabatt und 15 Euro Wertscheck) und dachte, ich könnte mir eigentlich doch mal ein Flex Slim zulegen, schon aus Neugierde. Allerdings gilt die Payback-Karte nur im Kaufhof, und da hatten sie den Flex Slim in Black, den ich wollte, nicht.

Was aber nicht weiter tragisch war, denn... - es gab einen kleinen SALE, 50 Prozent Rabatt auf: 
  • Adelphi Black
  • Amazona Black
  • Chameleon Red und Raspberry
  • Finchley Purple

- in Pocket zum Teil auch noch andere Farben.

Adelphi und Finchley habe ich keines weiteren Blickes gewürdigt - in die engere Wahl kamen: Der Chameleon in Red und der Amazona. Der Chameleon hätte mich, mit meinen Payback-Coupons, ca. 21 Euro gekostet (UVP 85 Euro), der Amazona 47 Euro (UVP 139 Euro, bei Filofax Deutschland zur Zeit reduziert auf 69,50 Euro, aber nur noch in Red).

Ich bin dann erst mal eine Weile durch die Stadt gelaufen, weil ich Zeit zum Überlegen brauchte:

Ich habe schon einen Chameleon in Spring Green. Aber es ist so ein schönes, leuchtendes Rot. 21 Euro! Das ist ja fast geschenkt! Der Chameleon ist discontinued...

Aber der Amazona auch! 
Den wollte ich in Personal schon sooo lange haben. Ich habe ja im Dezember den Amazona Pocket von meiner Schwägerin bekommen (er war ihr zu klein) - aber ich benutze Pocket nicht. Tatsächlich behalte ich ihn nur für den Fall, dass ich eines Morgens aufwache und mir einbilde, ich müßte unbedingt zu Pocket wechseln. Dann habe ich den Amazona zum Ausprobieren und muss kein Geld rauswerfen, nur um nach drei Tagen festzustellen, dass Pocket doch zu klein ist.  (Ich wäre nicht die Erste, richtig?) 

Ich habe schon rote Filos...

Aber auch schon schwarze...

Der Chameleon kostet weniger als die Hälfte...

So habe ich hin und her überlegt. "Drüber schlafen" konnte ich auch nicht, weil ich ja extra 60 km nach Nürnberg gefahren war - und weder Lust noch Zeit habe, das diese Woche noch einmal zu tun.

Also bin ich schließlich wieder hin, habe beide Modelle noch einmal angeschaut und befingert - unter den Augen der Verkäuferin (den Amazona musste ich mir von ihr aus einer Vitrine holen lassen) - und habe mich schließlich für einen von beiden entschieden.





Na, was glaubt Ihr, welchen ich gekauft habe?

21. August 2012

"Das bisschen Haushalt...

... macht sich von allein,
sagt mein Mann."

Schön wär's!

Erinnert Ihr Euch an den Song von Johanna von Koczian, damals (1977) in der Hitparade?  Wow, Ihr seid älter, als ich dachte.

Scherz beiseite - wie haltet Ihr es eigentlich mit den leidigen Haushaltspflichten, sei es nun Einkaufen, Wäschewaschen, Fensterputzen...?

Keine Sorge, ich will nicht wissen, wie oft (oder wie gründlich) Ihr das alles macht - sondern, ob Ihr diese Dinge als To Dos in Euren Filofax eintragt - und wenn ja: schreibt Ihr sie direkt ins Kalendarium oder auf Eure To Do-Liste? Oder habt Ihr eine separate Liste, vielleicht sogar eine eigene "Abteilung" in Eurem Filo für das Thema "Haushalt", oder gar einen extra Haushalts-Filo?

Was mich betrifft, ich verwende für diese Dinge eine App (nämlich Todo von Appigo, die ich Euch hier schon einmal vorgestellt habe). Hier ist die Elektronik dem Papier wirklich mal überlegen: in Todo (und vergleichbaren Apps) muss ich jede Aufgabe nur einmal anlegen, dann lege ich fest, wie oft diese Aufgaben wiederholt werden sollen: alle drei Tage, jede Woche, einmal im Monat, am 15. des Monats, jeden Mittwoch und Freitag... usw. Sobald etwas abgehakt ist, berechnet die App gleich den nächsten Termin. 
Und ich muss solche öden Dinge wie "Bad putzen" oder "Staubsaugen" nicht x-mal in den Kalender schreiben.

Eine andere Möglichkeit wäre, verschiedenen Tätigkeiten Farben zuzuordnen und diese dann - z. B. mit bunten Klebepunkten - im Kalender zu markieren: Rot für Bügeln, Blau für Wäsche...

Manche Kalender haben auch passende Sticker, z. B. der Flix Pärchenplaner - allerdings gibt's hier gerade sechsmal "Staubsaugen", fünfmal "Putzen" und zweimal "Wäsche machen". Das reicht ja nicht einmal für einen Monat. ("Duschen" gibt's auch nur dreimal.)


Wer ein bisschen kreativer ist, kann auch eigene Etiketten nach Wunsch erstellen und drucken, Gail zeigt in ihrem Blog It's my Life, wie's geht. Da kann man direkt neidisch werden, oder?

Für diejenigen, die ein wenig Anleitung und Support brauchen, um einen Plan regelmäßiger Haushaltspflichten zu erstellen (und zu befolgen), gibt es Gruppen wie  FlyLady, die auch eigene Kalender, Sticker etc. anbietet. Arbeitet jemand von Euch nach dem FlyLady-Prinzip? Wie man einen Filofax dafür nutzen kann, seht Ihr hier.

Wie (wenn überhaupt) hilft Euch Euer Filofax bei der Hausarbeit?

20. August 2012

Journalling School (5)

Wie Ihr wisst, arbeite ich mit Ray Blake zusammen am Projekt Journalling School, der Schule des Tagebuchschreibens: Die (englischen) Originalartikel findet Ihr auf Rays Blog, von mir bekommt Ihr jeweils die deutsche Übersetzung, mit ein paar Anmerkungen oder Gedanken.

Rays Artikel erscheinen immer montags hier und - im englischen Original - auf My Life All in One Place.


Journalling School, Lektion 5: Rollenspiel

Willkommen zur fünften Lektion der Journalling School. Dies ist eher eine Lektion für Fortgeschrittene, nichts für Jedermann. Es geht darum, eine Zeitlang jemand anders zu sein.

Die Idee ist inspiriert von einem Gespräch in Arnold Schwarzeneggers Film Total Recall* (basierend auf einer viel besseren Kurzgeschichte von Phillip K. Dick, We Can Remember It For You Wholesale, deutsch: Erinnerungen en gros). Im Film besucht der Held, Douglas Quaid, das Hauptquartier der Firma Rekall Inc. Rekall bietet seinen Kunden den Service, ihnen künstliche Erinnerungen an einen Urlaub zu implantieren. Statt die Kosten und Unannehmlichkeiten einer echten Reise auf sich zu nehmen, erinnert man sich einfach an das Erlebnis.

Doug trifft dort auf Bob McClane und erklärt ihm, dass er die Erinnerung an einen Trip zum Mars implantiert haben möchte. Bob stellt ihm ein neues, optionales Extra vor:
Bob McClane: Was war bis jetzt bei jeder Reise, die Sie je unternommen haben, dasselbe?
Douglas Quaid: Ich gebe auf.
Bob McClane: Sie! Sie sind derselbe! Wo auch immer Sie hingehen, da sind Sie. Immer das gleiche alte Selbst. Lassen Sie mich vorschlagen, dass Sie einen Urlaub von sich selbst machen. Ich weiß, das klingt verrückt. Es ist der letzte Schrei in Sachen Reisen. Wir nennen es Ego Trip.
Doug entscheidet sich dafür, im Urlaub ein Geheimagent zu sein, und der Film wird ziemlich schräg. Aber der Punkt ist: Du kannst einen ähnlichen Trick anwenden beim Tagebuchschreiben. Du kannst als Geheimagent schreiben, als Alien auf Besuch, als TV-Reporter... oder was immer Deine Vorstellungskraft vermag.

Beim Schreiben kannst Du Dir überlegen, was diese fiktive Person notieren oder interessant finden würde, und das niederschreiben. Eine der effektivsten Rollen ist die eines Kindes, vielleicht Deines eigenen jüngeren Selbst, das noch nicht viel von dem versteht, was Dir in Fleisch und Blut übergegangen ist. Du wunderst Dich über all diese Dinge, die Dir sonst selbstverständlich erscheinen und stellst sie infrage, und das kann einige großartige Einsichten hervorbringen.

Stell Dir selbst die Aufgabe, einige Tage in Gestalt dieser fiktiven Person Tagebuch zu führen, vielleicht für eine Woche, und einfach abzuwarten, was dabei herauskommt. Ohne Zweifel wirst Du über Dinge schreiben, die normalerweise nie den Weg in Dein Tagebuch gefunden hätten, und am Ende Deines Ego Trips kannst du diese Übung auswerten und entscheiden, was davon Du in Dein normales Schreiben aufnehmen willst.

Hausaufgaben

Mache in Deinem Tagebuch einen Ego Trip. Sei für ein paar Tage jemand anders. Schreibe über die Dinge, über die Du sonst auch schreiben würdest, aber aus einer anderen Perspektive. Konzentriere Dich auf das, worauf sich diese Person konzentrieren würde und schreibe entsprechend. Lies anschliessend Deine Einträge durch. Welche dieser Elemente würdest Du gerne in Dein reguläres Schreiben übernehmen?

Wenn Dir das zu verrückt erscheint, dann dreh die Situation um. Sei Du selbst und schreibe über einen erfundenen Tag, der nicht wirklich stattgefunden hat. Stell Dir ein dramatisches Ereignis vor. Wenn Du möchtest, lass berühmte Persönlichkeiten auftreten, die Du nicht kennst. Schreibe so, als wäre dies ein normaler Tag. Lies Dir danach noch einmal durch, was Du geschrieben hast und denk darüber nach, was an diesem Eintrag anders ist als an Deinem normalen Schreiben. Kannst Du etwas davon in Dein tägliches Schreiben übernehmen?


Dies war die fünfte Lektion der Journalling School. In der nächsten Lektion geht es um persönliche Ziele und darum, wie das Schreiben einem helfen kann, sie zu erreichen.

Feedback, Gedanken und Ideen sind stets willkommen. Bitte teilt Eure Erfahrungen in den Kommentaren.

(Autor: Ray Blake, den Originaltext findet Ihr hier.)
_______________
* Da ich den Film noch nie gesehen habe, kann ich den Dialog nur wörtlich übersetzen. Falls jemand von Euch den Wortlaut der deutschen Synchronfassung kennt, kann er sich gerne melden!


Iris sagt...
Der Ego Trip ist zweifellos eine originelle Idee und ein großer Spass, aber nichts für mich. 

Was ich allerdings hochinteressant finde, ist die Idee, die dem Rekall-Konzept zugrunde liegt: dass die Erinnerungen an ein Erlebnis wünschenswerter und wertvoller sind als das Erlebnis selbst.

Indem wir Tagebuch schreiben, tun wir genau das: Erinnerungen festhalten, um sie jederzeit wiederlesen (und -erleben) zu können. Oder, um es mit den Worten von Jean Paul zu sagen:
"Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben werden können."

18. August 2012

Es gibt ihn wirklich!

Dass ich das noch erleben darf!

Zum ersten Mal sehe ich heute in einem deutschen Online-Shop, nämlich bei Schwedes Haus der Geschenke - den Malden Zip, in Pocket (109 Euro) und Compact (119 Euro), momentan allerdings nur in Ochre. Die Bestellung ist auch möglich über Amazon

Steve (Philofaxy) hat ihn schon im Juni gekauft, seine Review lest Ihr hier.

Speakers' Corner Saturday - 126

Puh, ist das warm...

Welche Pläne habt Ihr für dieses heiße Augustwochenende?

Und was gibt es sonst so Neues von (und in) Eurem Filo? Irgendwelche Neuanschaffungen, neuen Kalenderformate, neue Verwendungszwecke, von denen ich wissen sollte?

Ich freue mich auf Eure Kommentare!

17. August 2012

365/30 Lists: Philofaxers

.. unter diesem Titel haben Kate und Imy auf Facebook eine neue Gruppe gegründet:
"This is the 30 days of lists/blog posts for people in the Philofaxy world!  
It follows the 30 days of lists idea. 
On the last day or first of every month there will be a new set of lists for the whole month published, either in a document in the Facebook group or on a blog post on the person who is hosting it’s blog, it depends how they want to do it. 
There will be a notification on the Facebook wall. Once the list subjects have been decided all you have to do is read the title to that corresponding day, and you can make the list how ever you like. 
You can write it on a sheet of paper, write it in your Filofax, make a blog post, do a video, its completely up to you, there are no rules, you can take the title how ever you want and be as imaginative with it as you like.  
If you want to be one of the month contributors, please leave a comment on the group's wall!"
Beginnend mit September 2012 wird es jeden Monat eine Liste geben, mit einem Prompt für jeden Tag des Monats. Jede Liste wird von einem anderen Mitglied der Gruppe erstellt. 

Die September-Liste hat Imy erstellt, sie umfasst zum Beispiel die Prompts "Places I have visited", "Midnight snacks" oder "Things I'd like to learn".

Diejenigen von Euch, die auf Facebook sind, sind herzlich eingeladen, der Gruppe beizutreten! Wer das nicht möchte, findet die jeweils aktuelle Liste dann auch (immer am Ende des Vormonats) auf Kates Blog oder kann sie dort per Mail anfordern.

Was Ihr damit anfangt, ist Eure Sache: wenn Ihr ein Blog habt, könnt Ihr Eure Listen dort veröffentlichen. Ihr könnt sie in Euer Tagebuch schreiben, in Euren Filo (vielleicht habt Ihr Lust, dafür einen eigenen Filo anzulegen...?), oder Ihr könnt ein Foto, eine Collage oder ein Video zum Thema machen... 

Falls Ihr noch Fragen habt, postet sie auf Facebook oder wendet Euch an Kate oder Imy:


Der Twitter-Hashtag ist: #30filolists.

16. August 2012

Ist Filofax UK lernfähig?

Schon des öfteren gab es hier im Blog (z. B. hier) "Diskussionen" über Bestellungen bei Filofax UK - vor allem die Qualität der Verpackung wurde oft moniert: im Gegensatz zu anderen Filofax-Onlineshops (Deutschland, Dänemark, Schweden...) versendet Filofax UK auch teure Filos in wattierten Umschlägen (statt Kartons), die leider von der Post nicht immer sorgfältig behandelt werden - was dazu führt, dass beschädigte oder aufgerissene Pakete beim Kunden ankommen, angestoßene Schuber, im schlimmsten Fall sogar beschädigte Filos! Auch die Lieferzeit von bis zu zehn Tagen wurde öfter bemängelt. 

Dazu hat mir Flo diese Email geschrieben:
"Ich (Flo) liebe Deinen Blog und inhaliere alle Informationen mit Genuss. 
Ich las auch schon viele Einträge, dass UK-Besteller unzufrieden mit Verpackung und Lieferdauer seien. Auch ich wartete meist 10 Tage auf eine Bestellung. Die Verpackung war aber immer in Ordnung.

Vorletzten Montag hatte ich wieder bestellt und war sehr überrascht und begeistert zugleich, als am Mittwoch (2 Tage später!) das Paket mit meinem neuen Filo eintraf .
Vielleicht hat FF UK ja seinen Service verbessert?"
Danke an Flo für diese Info.

Habt Ihr in letzter Zeit bei Filofax UK bestellt? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

Und falls Ihr es selbst testen wollt: Filofax UK gewährt - unter dem Motto Back to School - zur Zeit 20 Prozent Rabatt auf den Apex (in Black, Green, Blue und Pink) sowie bis zu 40 Prozent Rabatt auf ausgewählte Folder der Modelle Apex, Finsbury und Graphic
Nach wie vor reduziert gibt es auch den Chameleon (alle Farben und Größen), den London 2012 Union Flag, den Heart (Yellow) und den Malden (Grey und Vintage Pink)

15. August 2012

Understatement

"Der oder auch das Barock ist eine Strömung der europäischen Architektur und Kunst, die von etwa 1575 bis 1770 währte. [...] Als Kunstform des Absolutismus und der Gegenreformation ist der Barock durch üppige Prachtentfaltung gekennzeichnet. Von Italien ausgehend, verbreitete er sich zunächst in den katholischen Ländern Europas, bevor er sich in abgewandelter Form auch in protestantischen Gegenden durchsetzte. [...]
Ihren stärksten Ausdruck fand die Barockkunst in der Architektur. Alle strengen Ordnungen der Renaissance werden aufgelöst; schwingende, konkave und konvexe Formen, Kuppeln, Säulengruppen, Giebel und Fensterbekrönungen mit reichem ornamentalem Schmuck rufen in dem Betrachter den Eindruck von Kraft und Bewegung hervor und bewirken eine Steigerung aller Wirkungen." (Quelle: Wikipedia)
Soweit ich weiß, war der Baroque schon discontinued, als ich vor drei Jahren anfing, mich für Filofax zu interessieren - jedenfalls ist er 2009 schon nicht mehr im deutschen Katalog abgebildet. 

Ursprünglich erhältlich in den Farben Black, Hot Pink und Turquoise und den Größen Mini, Pocket und Personal, findet man heute mit Glück noch einzelne Exemplare, z. B. bei Filofax Italien (Mini und Pocket, nur noch in Black, aber zur Zeit mit 60 Prozent Rabatt).

Ich selbst hatte Ende Juli das unverschämte Glück, im Filomaniac Forum einen Baroque (Personal) in Black zum halben Preis zu ergattern, leer, aber unbenutzt, und im Original-Schuber:



Auf den ersten Blick wirkt der Baroque eher unspektakulär und gar nicht "barock":


Elegant, ja: weiches schwarzes Leder (Deluxe Smooth Leather), mit klassischer Druckknopflasche (die Schnalle ist nur Zierde) und einer vertikalen Naht auf der Rückseite. Aber nicht spektakulär - sähe man ihn in einem Regal im Schreibwarenladen, würde man ihn möglicherweise keines zweiten Blickes würdigen. 

Und das wäre ein großer Fehler - denn der Baroque hat, sozusagen, ein Geheimnis, das er erst beim Öffnen enthüllt: das Leder innen trägt eine ornamentale Prägung, welcher der Baroque seinen Namen verdankt:



Und wie man sieht, liegt der Baroque - obwohl von seiner Vorbesitzerin nach eigener Aussage nie benutzt - auf Anhieb flach wie ein Pfannkuchen.

Was die Innenaufteilung angeht, ist der Baroque fast identisch dem allseits beliebten Malden, dessen "Vorgänger" er vermutlich ist; mit zwei Einschränkungen: 

Auf der linken Seite hat der Baroque sechs vertikal angeordnete Kreditkartenfächer (groß genug, dass auch etwas breitere Visitenkarten hineinpassen), dahinter ein Einschubfach über die ganze Höhe und vorne zusätzlich ein kleines Reißverschlussfach - optimal für Kleinkram wie Büroklammern, Korrekturetiketten, Briefmarken etc. Anders als beim Malden ist das Fach hinter dem Reißverschluss in der Mitte geteilt, so dass es zwei Karten Platz bietet. 



Persönlich finde ich (nicht unterteilte) Fach beim Malden über die ganze Höhe praktischer, weil auch mal ein größerer Zettel, ein Beleg, ein Ticket oder dergleichen hineinpasst - was gerade im Urlaub sehr hilfreich war.

Hinten bietet der Baroque ein Notizblockfach - auch dies ein Feature, das man bei den ledernen Ringbüchern (in Personal) aktuell nur beim Malden findet. Allerdings fehlt beim Baroque das Einschubfach dahinter.

Ebenfalls auf der rechten Seite befindet sich die lederne Stiftschlaufe, sie ist allerdings ziemlich schmal.

Was mich betrifft, ist der Baroque - zusammen mit dem Malden - eines der schönsten Modelle, die Filofax je produziert hat. Ich bin absolut verliebt: in das weiche, geprägte Leder genauso wie in die durchdachte Aufteilung. Mir persönlich gefällt es auch, dass der Baroque seine Prägung gerade nicht auf der Außenseite zur Schau stellt, sondern erst auf den zweiten Blick offenbart. 

Was meint Ihr? Fändet Ihr eine "barocke" Prägung außen attraktiv(er)?

13. August 2012

Journalling School (4)

Wie Ihr wisst, arbeite ich mit Ray Blake zusammen am Projekt Journalling School, der Schule des Tagebuchschreibens: Die (englischen) Originalartikel findet Ihr auf Rays Blog, von mir bekommt Ihr jeweils die deutsche Übersetzung, mit ein paar Anmerkungen oder Gedanken.

Rays Artikel erscheinen immer montags hier und - im englischen Original - auf My Life All in One Place.


Journalling School Lektion 4: Positives Schreiben

Willkommen zur vierten Lektion der Journalling School. Die heutige Lektion sollte ursprünglich eine recht launige werden, aber ich habe einige Kommentare erhalten von Leuten, die berichtet haben, dass das Schreiben sie herunterzieht. Deshalb beschäftigen wir uns heute mit dem positiven Schreiben und seinen Möglichkeiten, die Stimmung zu beeinflussen.

Oft hört man den Ratschlag, mit Herausforderungen und Problemen zu umzugehen, indem man in seinem Tagebuch darüber schreibt, wie man sich fühlt. Das ist vernünftig, denn es ist hilfreich, sich über die Situation klarzuwerden und die Gefühle zu Papier zu bringen, die an einem nagen. Indem man sie schriftlich festhält, kriegt man sie aus dem Kopf, und das ist ein gutes Ergebnis.

Und doch, es kommt der Moment, da ist genug einfach genug - es fehlt etwas Positives. Genauso, wie man lächeln kann, um gute Laune zu kriegen, kann man sich in eine positive/optimistische Einstellung "hineinschreiben", in Zuversicht und Entspannung. 

Schreibe einfach über eines (oder mehrere) dieser Themen:
  1. Wofür bin ich dankbar?
  2. Worauf freue ich mich?
  3. Wenn alles gut für mich läuft, wie werde ich mich nächste Woche/nächsten Monat/nächstes Jahr fühlen?
  4. Welche netten Dinge sagen andere über mich?
  5. Wen liebe ich und warum?
  6. Was sind meine größten Leistungen in diesem Jahr/dieser Dekade/meinem Leben?
Du wirst, wenn Du mit dem Schreiben fertig bist, lächeln und ein warmes Gefühl der Zuversicht verspüren, das ausreichen könnte, um Deinen Tag zu verändern.

Wenn Du Dich deprimiert, ängstlich oder unzufrieden fühlst, musst Du Dir diese Gefühle zunächst einmal eingestehen, sonst wird Deine Optimismus vergeudet sein, denn unterdrückte Gefühle werden sich immer wieder in Deinen Bewußtsein schleichen.

Wenn Du also Dein Tagebuch nutzen willst, um Deine Laune zu verbessern, befolge diese drei Schritte:
Schritt 1: Schreibe darüber, wie Du Dich im Moment fühlst. Lass alle Sorgen, Ängste, Bedenken heraus. Teile Deinen Frust mit Deinem Tagebuch. Werde Dir klar darüber, was Du fühlst.
Schritt 2: Nimm Dir dafür soviel Zeit, wie Du brauchst. Schreibe wirklich jeden Aspekt Deiner Malaise auf, selbst wenn Du Seite um Seite damit füllst. Wenn Du fertig bist, mach eine Pause. Lass das Ganze sacken.

Schritt 3: Wähle eine der oben genannten Fragen (Prompts) aus und beantworte sie so ausführlich, wie Du kannst.
Anhänger der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) werden dies als Pacing und Leading-Prozess* erkennen, aber hier geht es nicht darum, eine Person zu beeinflussen, sondern sich selbst. Und dieser Einfluss wird sehr real sein. Wenn Du diese Technik ausprobierst, wirst Du nach dem Tagebuchschreiben in einer anderen Stimmung sein als vorher. Es ist eine Katharsis, wie Rori in einem Kommentar zu Lektion 1 so treffend bemerkt hat.


Image © Copyright Rod Trevaskus and licensed
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Hausaufgaben

Befolge an einem Tag in dieser Woche die drei oben genannten Schritte. Versuche, es an einem Tag zu machen, aber wenn das nicht klappt, nimm Dir dafür mehrere Tage Zeit. Vergewissere Dich, dass Du wirklich alles niederschreibst, und dann gib dem positiven Prompt so viel Raum, wie Du kannst. Mache das mehrmals, wenn Du magst, und halte den Focus positiv. Reflektiere anschließend darüber, wie Du Dich fühlst.


Dies war die vierte Lektion der Journalling School. In der nächsten Lektion machen wir ein paar Rollenspiele.

Feedback, Gedanken und Ideen sind stets willkommen. Bitte teilt Eure Erfahrungen in den Kommentaren.

(Autor: Ray Blake, den Originaltext findet Ihr hier.)
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*Ich bin mit der Methode der NLP nicht vertraut, daher kann ich diesen Abschnitt leider nicht genauer übersetzen.


Iris sagt...
Ich stimme Ray darin zu, dass es wichtig ist, sich auf die positiven Aspekte des Lebens zu konzentrieren. Das fällt nicht immer leicht, keine Frage - und es kann auch sehr befreiend sein, schriftlich einmal all das "herauszulassen", was man denkt oder fühlt. 
Mir persönlich hilft das Schreiben sehr, meine Gedanken zu ordnen und mir darüber klar zu werden, was ich eigentlich fühle und warum ich verärgert/enttäuscht/verletzt/genervt... bin. 
Aber dann muss man es auch gut sein lassen und damit abschließen - sich endlos in Selbstmitleid zu suhlen, bringt niemanden weiter.