Filomaniac

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28. März 2014

Große Überraschung

Mitte März habe ich eine Email von Filofax UK erhalten, mit der Frage, ob ich Interesse hätte, eines der neuen Modelle als Sample für eine Review zu erhalten.

Ich? Interesse?? Ich würde meine Großmutter dafür verkaufen (sorry, Oma!) - wenn ich noch eine hätte.

Zur Auswahl standen:
sowie verschiedene Pennybridge Zip Folder, jeweils in den neuen Farben.

Da ich Saffiano (ebenfalls ein Gratismuster von Filofax UK) und Pennybridge (wenngleich die schwedische Variante) schon besitze (und den Floral Burst als - baugleichen - Swift, Songbird und Indie), habe ich mich für den Fusion entschieden, eines der wenigen Modelle, das in meiner Sammlung tatsächlich noch fehlte.


Der Fusion war eine der Neuheiten des vergangenen Jahres, zunächst in den Farben Blue und Black. In diesem Jahr ist die Farbe Stone dazugekommen; dafür wird Blue laut Katalog discontinued. Er ist erhältlich in den Größen Personal (59 Euro) und A5 (79 Euro). Passend dazu gibt es verschiedene Konferenzmappen sowie - als Neuheit - einen iPad Organiser (ohne Ringmechanik).
Foto: Filofax UK
Da ich die Zustellung leider verpasst habe, konnte ich mein Paket am nächsten Tag im GLS-Partnershop abholen, passenderweise eine Apotheke. Findet Ihr nicht auch, es sollte Filos auf Rezept geben?


Leider, leider hatte ich versäumt, ausdrücklich um ein Modell in Personal zu bitten und war ein bisschen überrascht, als ich - einen Fusion in A5 in der Hand hielt.

Erster Eindruck: die Farbe Stone, die im Katalog etwas grünlich aussieht, ist ein richtig schönes Stahlgrau. Die Kombination von Mikrofaser und Kunstleder ist, wie ich finde, sehr gelungen; das Kunstleder hat eine leichte Narbung und sieht hochwertig aus.


Allerdings riecht der Fusion (noch) ziemlich, nun ja, chemisch. Ich vermute, dass das mit der Zeit verfliegt.

Als Nachfolger von Modellen wie Sketch, Graphic oder Urban soll dieses Modell wohl vor allem männliche Kunden ansprechen - und natürlich auch Frauen, die ein eher sachliches, strapazierfähiges und funktionelles Modell wollen, das nicht girly daherkommt. Wenn man sich die aktuelle Sortiment mit all den Blumenmustern, Pastell- und Leuchtfarben so anschaut, ist die Auswahl da ja nicht allzu groß. (Im Sommer sollen ja noch zwei eher klassische Ledermodelle hinzukommen.)


Nun aber zum Fusion.
Die Verschlusslösung ist besonders interessant: Die Lasche (aus schwarzem Kunstleder) wird nicht per Druckknopf geschlossen, sondern eingesteckt. Sie reicht ungefähr bis zur Mitte der Vorderseite und sitzt - auch wenn sie weniger "tief" eingeschoben wird, schön fest. Dadurch ist der Verschluss flexibel und passt sich je nach Füllung an - der Fusion hat ja auch ein Smartphonefach innen. Geschickt hat Filofax dadurch das "Original-Problem" der zu kurzen Lasche vermieden.


Auf der Vorderseite gibt es ausserdem zwei vertikale Einschubfächer - jeweils groß genug z. B. für ein Smartphone, das herauszuziehen dann allerdings ein bisschen fummelig ist. Auf der Rückseite (s. Foto oben) gibt es ein weiteres Einschubfach über die ganze Höhe, das durch die Lasche gesichert wird. 

Das "richtige" Smartphonefach ist, wie gesagt, auf der Innenseite. Es hat einen elastischen Einsatz, darüber befinden sich sechs Kreditkartenfächer; außerdem bietet der Fusion in A5 hier zwei unterschiedlich große Einschubfächer über die gesamte Höhe. (Der Fusion in Personal hat ebenfalls ein Smartphonefach, dazu drei Kreditkartenfächer und ein Einschubfach. Die Aufteilung aussen ist genauso wie bei A5.)


Wie alle neuen Modelle kommt der Fusion mit einem passenden Cover.


Geliefert wurde er, anders als online abgebildet, mit einem cotton cream Nummernregister. 
Enthalten ist ein mehrsprachiges W2P vertikal (Juli 2014 - Dezember 2015). Dieses hat allerdings, wie auch die Adress- und Todo-Einlagen, das cotton cream-Layout - auf weissem Papier. Seltsamerweise ist dieses Layout nach wie vor nicht separat erhältlich.


Dazu gibt's vier Blatt To do und sechs Blatt Contacts - ja, die Zeiten, in denen der Filofax (auch) als vollwertiges Adressbuch diente, sind vorbei! (Natürlich steht es jedem frei, weitere Adressblätter und bei Bedarf auch ein A-Z Register einzulegen, das separat erhältlich ist.)

Außerdem: zwölf Blatt weisses Notizpapier (liniert, kariert und blanko) sowie je vier Blatt in Rosa, Grün und Blau. Warum ein so maskulines (oder unisex) Modell wie der Fusion allerdings mit rosa (!) Notizpapier daher kommt, bleibt rätselhaft.


Ein tranparentes Lineal, eine Klarsichthülle und ein Notizblock gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Die elastische Stiftschlaufe rechts neben dem Notizblockfach ist etwas fummelig, ein etwas festeres Material hätte ihr gutgetan. 

Der Fusion A5 hat eine 30 mm Ringmechanik. Mit allen enthaltenen Einlagen (aber ohne Stift etc.) wiegt er 872 Gramm.


Der Fusion liegt sofort perfekt flach; beim Zuklappen "hakt" es allerdings irgendwo, ich muss die Einlagen jedesmal  zurechtrücken. Keine Ahnung, ob das an de großen Ringmechanik liegt - ich habe keinen A5 zum Vergleich.


Vielen Dank an Filofax UK, die mir dieses Modell für eine Review zur Verfügung gestellt haben - und an Frau Gleitsmann von Filofax Deutschland, die den Kontakt hergestellt hat.

1 Kommentar:

  1. Mein Filofax ist ja auch ein Fusion (Personal, schwarz) und ich wundere mich immer, dass der Fusion so wenig verbreitet ist. Für mich war der Hauptgrund, dass ich kein Leder mag, und Schwarz finde ich auch irgendwie stilvoller als knallbunte Kalender. Bei der Lasche war ich zuerst skeptisch, ob sie wohl halten würde - tut sie aber sehr zuverlässig. :)

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