Filomaniac

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10. März 2014

Japanische Schreibkultur: Fudepens (1)

Anfang März habe ich eine Email erhalten von Herrn Matthias Zimmermann von Fudepens.com:
"Guten Tag Frau Gernhuber, 
ich war in der letzten Woche auf der Suche nach Organisationsressourcen - und war ganz positiv überrascht von der großen Filo-Gemeinde und den vielen Tips und Kniffen auf Ihrer Seite. 
[...] Ich war letztes Jahr in Japan und habe von dort eine Liebe für japanische Schreibwaren mitgebracht - die dort üblichen Stifte (Pinselstifte für Kanji und bestimmte Gelstifte für Notizen) fand ich in Deutschland nicht und habe jetzt seit zwei Monaten eine kleine Webseite - www.fudepens.com auf der ich die Stifte anbiete. 
Sie sehen, meine Begeisterung ist groß und ich möchte dieselbe gerne mit der Welt teilen - ich würde Ihnen sehr gerne ein paar Stifte zum Probieren vorbeischicken und Ihre Meinung hören - als Geschenk und ohne Verpflichtung. [...]"
Ein Angebot, dass ich nicht ablehnen konnte.

Also habe ich mir doch gleich mal die Website* angeschaut:
"Fudepens.com ist entstanden aus Liebe zu japanischen Schreibwaren. 
Im März 2013 war ich zu Besuch in Japan und lief drei Stunden lang vollkommen begeistert durch ein Schreibwarengeschäft. Viele der Schreibwaren, die in Japan vollkommen selbstverständlich sind, sind im Ausland leider nicht zu bekommen. 
Fudepens richtet sich an Freunde exotischer Schreibwaren, toller Bleistifte und der besten Schreibstifte der Welt. 
Meine Arbeit ist die Recherche und Aufbereitung der japanischen Schreibwarenwelt. [..]"
Vergangenen Donnerstag kam dann das Päckchen mit den versprochenen Stiften. Ich war ehrlich überwältigt von Herrn Zimmermanns Großzügigkeit - schaut Euch das an:


Ich habe so viele tolle Stifte erhalten, die ich Euch heute und morgen vorstellen will - und dann wird es auch eine kleine Verlosung geben.

Fangen wir mal an mit den Rollerballs.

1. Pilot Hi-Tec-C Maica 0.4 mm blau:
"Der Pilot Hi-Tec-C [...] wird von vielen Schreibwarenfreunden als der Goldstandard unter den Gel-basierten Schreibstiften angesehen. Die sehr feine Spitze sorgt für einen perfekte Linienabschluss ohne Kratzen."

Den Pilot Hi-Tec-C Maica gibt es in sechs verschiedenen Farben - neben Blau und Schwarz auch noch in Grün, Pink, Rot und Violett. Herr Zimmermann schreibt mir dazu: "Die Hi-Tec-C sind meine Lieblings-Gel-Stifte, sehr feine Linien, kein Kratzen und sehr scharfe Abgrenzungen, ohne auszufedern oder durchzuschlagen."

In der Tat schreibt der Pilot High-Tec-C sehr fein und flüssig. Die Tinte trocknet sehr schnell und verwischt nicht - falls Ihr (wie ich) Linkshänder seid, wisst Ihr das zu schätzen. Ein weiterer Vorteil: wie Ihr auf dem Foto unten sehen könnt, scheint sie auch so gut wie gar nicht auf der Rückseite durch. 


"Der Otho Graphic Liner hat keine Filzspitze, sondern eine durchgehende Metallspitze mit einem Rollerball (hier in der Breite 1,0 mm). Der Stift ist unempfindlicher als ein Fineliner da sich die Spitze nicht eindrücken kann. Sie ermöglicht scharfe und sehr schwarze Linien (ab 0,05 mm bis zu einem mm breit). [...] Die Tinte ist pigmentbasiert, lichtresistent (d.h. in Archivqualität) und wasserfest."


Den Graphic Liner gibt es in den Breiten 0.05 mm / 0.1 mm / 0.2 mm / 0.3 mm / 0,5 mm und 1.0 mm, aber nur in Schwarz.
Ich habe den 0.1 mm getestet und bin sehr angetan: eine sehr feine Linie, der Stift schreibt flüssig; die Tinte ist tiefschwarz, trocknet schnell und scheint ebenfalls fast gar nicht durch. Von den vier hier besprochenen Stiften ist der Ohto Graphic Liner mein Favorit.

Und dann wären da noch zwei Fineliner:

3. Sakura Pigma Micron 005 (Schwarz) und 
4. Sakura Pigma Micron 01 (Pink):
"Sakura - die Kirschblüte - auf Japanisch. Die Sakura Pigma Micron sind großartige Faserstifte bzw. Fineliner sowohl zum zeichnen, als auch für feine Notizen. [...]

Die "Pigma" Tinte von Sakura erfüllt die Standards für Achivqualität, d.h. die Tinte ist farbecht, lichtresistent, wasserfest und säurefrei. Sie zeigt kein Schmieren, ausfächern oder durchscheinen auf den allermeisten Papiersorten."



Das kann ich bestätigen: kein Schmieren, (fast) gar kein Durchscheinen. Im Gegensatz zum Ohto Graphic Liner ist der Sakura ausserdem in verschiedenen Farben erhältlich: nämlich in Orange, Pink, Rot, Violett, Blau, Braun und Grün (!) mit einer 0.25 mm Spitze, sowie in Schwarz in sechs Breiten von 0.2 bis 0.5 mm. Ich habe die feinste Spitze (0.2 mm) getestet, die mir persönlich ein bisschen zu fein war - mein Mann hingegen hat ihn sich gleich unter den Nagel gerissen. So sind die Geschmäcker verschieden. Die mit 0.25 mm etwas breitere Spitze des pinken Sakura finde ich angenehmer.

Alle vier vorgestellten Stifte kosten bei fudepens.com jeweils 2,50 Euro

Ich freue mich zu berichten, dass alle vier den Filofax-Papiertest bestanden haben: kein Schmieren oder Verwischen, keine Tintenspuren am kleinen Finger, da die Tinte sehr schnell trocknet (Linkshänder wissen, wovon ich spreche), kein Durchdrücken auf die Rückseite. Da die Stifte sehr fein sind, eignen sie sich für Menschen mit eher kleiner, feiner Handschrift bzw. für präzise Zeichnungen. Ohto und Sakura sind ausserdem wasserfest und lichtresistent.




Morgen werde ich Euch vier weitere Stifte vorstellen - seid gespannt.


* Bestellungen bei fudepens.com sind (innerhalb Deutschlands) versandkostenfrei ab 20 Euro Bestellwert; die Bezahlung erfolgt via PayPal, Lastschrift oder Kreditkarte.

Kommentare:

  1. Danke für den Test. Ich habe gleich eine kleine Bestellung aufgegeben und mir die Sakura Pigma Micron und den Pilot Hi-Tec-C Maica. Zwar liebe ich meine Muji Gelpens heiß und innig, aber es kann ja nie schaden, mal über den Tellerrand hinaus zu schauen.

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  2. also mir gefällt das "Schriftbild" von 2 und 4 am besten, hab sie mir mal auf meine "wishlist" gesetzt. Vielen Dank für den test :-)

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  3. Total spannendes Thema! Da werde ich mich auch mal durchlesen! Danke Iris für den Test und den Tipp!!!
    Liebe Grüße
    Natalie

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