Filomaniac

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17. April 2014

Gutes Timing

Für dieses Blog (und für Euch) scheue ich ja weder Kosten noch Mühe, und so habe ich am Dienstag - quasi zu Recherchezwecken - ein Tageskalendarium (DpP) von idé TIMING erstanden; bei meinem örtlichen Schreibwarenhändler, für zwei Euro. (Es hätte regulär 12,50 Euro gekostet, online habe ich es für 11,55 Euro gesehen.)

Über diese Marke habe ich hier schon einmal berichtet, allerdings ging's da um die Größe TIMING 1, die dem Filofax A5 entspricht. Diesmal habe ich das TIMING 2 gekauft, das kompatibel ist mit der Personal-Größe. 

idé TIMING ist ein Zeitplansystem der Firma Baier & Schneider aus Heilbronn, zu der auch die Schreibwaren- und Kalendermarke Brunnen gehört. Von Brunnen gibt es ebenfalls Ringbuchkalender, mein Eindruck ist, dass sich Brunnen eher an Schüler richtet, Timing eher "professionell" daherkommt, vergleichbar mit Marken wie Chronoplan oder eben Filofax. 
Wie weit verbreitet die Marke idé TIMING im Schreibwarenhandel ist, vermag ich nicht zu sagen, da ich mich bisher nie dafür interessiert habe - online ist es auf jeden Fall über Amazon bestellbar bzw. über Shops wie BEIZ, die sich auf Kalender und Einlagen spezialisiert haben. 

Das Tageskalendarium TIMING 2 (Artikel-Nr. 70-66 900 14) ähnelt der Professional-Serie von Filofax - es bietet nämlich eine ganze Seite pro Tag, auch am Wochenende! Das ist etwas, das mich beim "normalen" Filofax DpP stört: wer behauptet, dass man am Wochenende weniger Platz für Termine, Todos oder Notizen braucht? Im Gegenteil, wenn man den Kalender - wie ich - auch als eine Art Scrapbook verwendet, sind es doch oft gerade die Wochenenden, an denen man etwas Spannendes unternimmt, z. B. ins Kino geht. Ich behelfe mir dann mit zusätzlichem Notizpapier - aber eine eigene Seite pro Tag wäre schon schön. Davon abgesehen, soll es ja auch Leute geben, die am Wochenende arbeiten - oder anderweitige Verpflichtungen haben, z. B. in Familie, Verein oder Gemeinde!


Bei der Professional-Variante von Filofax wiederum stören mich zwei Dinge: die Einteilung in "Aufgaben" und "Privat" im unteren Drittel der Seite - und die Tatsache, dass die Wochenübersicht jeweils links, auf der Rückseite des Sonntags, abgedruckt ist. Das bedeutet nämlich, dass man sonntagabends nicht die komplette vergangene Woche archivieren kann, weil man ja die Übersicht über die folgende Woche noch braucht. 


Beim TIMING nun ist die Wochenübersicht auf der rechten Seite, Montag folgt dann links, Dienstag wieder rechts usw. Auf diese Weise hat man auf vier Blatt genau eine Kalenderwoche. Na, bitte, geht doch!

Einen anderen Ansatz verfolgt übrigens Chronoplan - hier hat auch jeder Tag seine eigene Seite, aber ohne Wochenübersicht - das bedeutet natürlich, dass die Woche dann abwechselnd links und rechts sind. (Das ist nun wieder etwas, das ich gar nicht leiden kann.)



Zurück zum TIMING: Das Tageskalendarium ist viersprachig (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch) und vom Design her angenehm schlicht gehalten - lediglich ein roter Balken oben peppt das Ganze auf. Ich persönlich mag schlichte Kalenderlayouts, da ich selbst viele Sticker, Post-Its etc. verwende.

Sonn- und deutsche Feiertage sind rot gekennzeichnet - und für alle sechs Länder, also Deutschland/Österreich/Schweiz sowie Großbritannien, Frankreich und Italien rot eingedruckt. In der Tagesansicht stört das nicht weiter, aber in der Wochenansicht nimmt es ein bißchen Platz weg. Die Filofax-Lösung mit den Länderkürzeln gefällt mir da besser. 

Beide Systeme zeigen, natürlich, den Wochentag, das Datum und die Kalenderwoche auf jeder Seite an, Filofax zusätzlich die Monatsübersicht klein und die Tageszählung (heute wäre das "107 - 258"). Interessant, nehme ich an, für alle, die die Tage seit Neujahr zählen ("107 Tage nicht geraucht!" oder so) bzw. bis zum nächsten Silvester. Bei TIMING steht dagegen auf der Wochenübersicht "104.-110. Tag". Noch ein Unterschied: Filofax zeigt auch die jüdischen Feiertage an.

Das Timing-Papier ist sehr weiß, passt daher perfekt zum M2P (das Filofax-Papier ist mir dieses Jahr schon ein bisschen zu gelblich) - aber es kommt mir noch dünner vor als das von Filofax - selbst Kugelschreiber scheint durch. Die Linierung (auch in der Wochenübersicht) ist dagegen schön dezent.

Links gibt es eine Zeitleiste für Termine (8.00 bis 21.00 Uhr, mit jeweils drei Zeilen Platz oben und unten für frühere/spätere Termine); die rechte Spalte steht für ToDos, Notizen oder Ähnliches zur Verfügung - mit zwei zusätzlichen schmalen Spalten - für individuelle Kürzel (z. B. Priorität) und zum Abhaken. (Die man aber auch ignorieren kann, da sie sehr dezent sind)

Der mitgelieferte Infoteil besteht bei idé TIMING, ähnlich wie bei Filofax, in: Schulferien (Deutschland/Österreich), Feiertagen, Auslandsvorwahlen, Notrufnummern und Messen. 

Was ich aber richtig klasse finde: bei TIMING sind sowohl der Jahresplan (Leporello) als auch Monatspläne für das folgende Jahr (1Monat pro Seite) inclusive - für diese Dinge zahlt man bei Filofax extra, und das nicht zu knapp, und ein vergleichbares M1P-Format sucht man im Sortiment vergebens! Auch hier stört allerdings Mehrsprachigkeit, die - für Wochentage und evtl. Feiertage - zuviel Platz wegnimmt.
 

Der Jahresplan von TIMING zeigt zwei Monate pro Seite, da bleibt nicht wirklich viel Raum für Eintragungen - aber als Ergänzung zum Tageskalender (von dem man ja in der Regel nur drei bis vier Monate einheftet) mag es genügen.

So hat, wie könnte es anders sein, jede Marke ihre Vor- und Nachteile: Beim normalen Filofax DpP gefällt mir das Layout am besten: schön schlicht und einfarbig, wenig Vorgaben. Bunt kann ich selber!
Filofax Professional und TIMING punkten dagegen mit mehr Platz am Wochenende sowie der zusätzlichen Wochenübersicht - die ich persönlich allerdings gar nicht brauche, da ich ja zusätzlich das M2P habe, und so alle Termine dreimal eintragen müsste. (Wenn ich mir selbst meinen Kalender backen könnte, dann würde die Woche übrigens mit Montag rechts beginnen - und die Rückseite von Sonntag wäre einfach liniert oder blanko für Notizen.) Mit vier Blatt/Woche nehmen sie allerdings im Filofax auch mehr Platz weg als das klassische DpP (drei Blatt/Woche).

TIMING hat die Nase vorn mit der besseren Aufteilung der Wochentage (Wochenübersicht rechts) sowie dem schlichten Layout ohne extra Felder für Aufgaben etc. Ein großer Pluspunkt ist natürlich der zusätzliche Monats- und Jahreskalender. Negativ finde ich allerdings das dünne Papier und die Viersprachigkeit, die zuviel Platz wegnimmt.

Was den Preis angeht: beide Varianten von Filofax kosten je 17,90 Euro, das Timing ist mit etwa 12 Euro ein Drittel günstiger. 

Ich habe testweise die KW 16-18 (zweite Hälfte April) in meinen Filofax eingelegt und meine Termine etc. eingetragen. Am nächsten Tag bin ich reumütig zu meinem gewohnten Filofax DpP zurückgekehrt: Das Timing hat einige unbestreitbare Vorzüge - aber es ist nicht "meins". Nennt mich OCD - oder einen Snob: ich bleibe beim "Original" von Filofax (in der "normalen" Variante, mit Samstag/Sonntag auf einer Seite) - und sei es nur der einheitlichen Optik wegen. Es fühlt sich für mich einfach nicht richtig an, mehrere Marken zu "mischen". 

Aber das ist nur meine Meinung. 

Kommentare:

  1. Die Frage hängt jetzt nicht konkret mit diesem Post zsm. , aber weißt du vielleicht ob Filofaxeinlagen(/ blätter) auch in andere Planer passen , da ich mir diesen Planer kaufen will : http://www.amazon.de/gp/product/B002UOU2XY/ref=s9_simh_gw_p229_d0_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=center-6&pf_rd_r=07ZQNHH7VCR0ETHFGTMH&pf_rd_t=101&pf_rd_p=455353627&pf_rd_i=301128
    und originale Filofax sind mir leider etw. zu teuer , bzw. die die mir preislich und optisch ganz gut gefallen gefallen mir vom Aufbau her nicht so.
    Danke wenn du mir helfen kannst :)
    LG

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  2. Bind müsste kompatibel sein mit Filofax. In Personal jedenfalls passt es.

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