Filomaniac

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9. September 2014

Wen der Hafer sticht

Not macht erfinderisch, nicht wahr? Wobei, in diesem Fall, Not etwas übertrieben wäre - sagen wir lieber: Langeweile

Seit gut drei Jahren verwende ich nun die Kombination von Monatskalender (M2P) und Tageskalender (DpP) und komme damit wunderbar zurecht. 
Ins M2P kommen  nur Termine - so kann ich, wenn ich z. B. einen Friseur- oder Arzttermin vereinbare (oder mich verabreden möchte), auf einen Blick sehen, wann ich Zeit habe. Ich kann spätere Termine notieren und auch nachschauen, wann ich, beispielsweise, das letzte Mal beim Tierarzt war. Dazu kommen jeweils zwei bis drei Monate des DpP: hier habe ich Platz für Termine, Todos, Notizen, Zitate und Scraps, wie z. B. Tickets oder Zeitungsausschnitte. Wenn der Platz nicht reicht, z. B. im Urlaub, lege ich einfach zusätzlich ein Blatt Notizpapier ein - je nach Bedarf liniert, kariert oder blanko. Darüber habe ich hier berichtet.



So weit, so gut. Funktioniert perfekt. Und wie Murphys Gesetz uns lehrt: "Wenn es funktioniert, lass es in Ruhe." ("If it works, don't fix it." - First Rule of Rural Mechanics) 

Aaaaber... (Und es gibt immer ein Aber, nicht wahr?) Jedes Jahr im Sommer wird mir langweilig. Dann fange ich an, mit anderen Formaten herumzuexperimentieren: W1P, W1PN, DpP Pro, 2DpP, D2P... ich hatte sie alle. Regelmäßig rede ich mir ein, dass ich ebenso gut mit dem W2P zurechtkommen und das DpP zuhause lassen könnte... Und kehre spätestens am nächsten Tag reumütig zu meinem altbewährten Setup zurück.

So auch in diesem Jahr. Das Jahr neigt sich - ganz langsam - dem Ende entgegen (ehe man sich versieht, ist Weihnachten!): Zeit, zu überlegen, ob ich 2015 mal etwas anderes probiere. DpP Professional? D2P? Über das Für und Wider der verschiedenen Tageskalender habe ich unter anderem hier ausführlich berichtet.

Treue Leser werden sich erinnern, dass ich das D2P (Tag auf zwei Seiten) bereits 2011 getestet - und schließlich wieder verworfen habe. Allerdings hatte ich damals noch ein separates Scrapbook, so dass das D2P mir "nur" als Kalender gedient hat - dafür war es mir dann irgendwann doch too much; es braucht auch doppelt soviel Platz im Filofax wie das DpP.

Da ich aber vorletztes Jahr dazu übergegangen bin, die Scraps in mein DpP einzukleben, hat das D2P-Format seinen Reiz. Es ist zwar - mit 24,90 Euro (Personal) - von allen Kalenderformaten das teuerste, aber dafür bekommt man auch doppelt so viel Papier fürs Geld, nämlich sechs Blatt pro Woche statt wie beim DpP (17,90 Euro) drei Blatt. Pro Monat zahlt man für das D2P also gut 2 Euro -  legt man stattdessen beim DpP jeweils eine Seite Notizpapier zwischen die Seiten, wird's sogar teurer: drei Blatt pro Woche, macht für ein Jahr etwa 150 Blatt. (100 Blatt kosten 6,50 Euro.)

Nachdem ich eine Weile darüber nachgedacht (und den Kalender von 2011 durchgeblättert) hatte, war ich so fasziniert von der Idee, dass ich das D2P am liebsten sofort bestellt hätte - für 2014. Ich kann nicht dreieinhalb Monate warten!!! (Ihr kennt das.) Allerdings ist es für diese kurze Zeit dann doch recht teuer - zumal, wenn ich nicht sicher bin, ob ich wirklich damit froh werde.

Glücklicherweise - jetzt kommt der Teil mit dem eingangs zitierten "erfinderisch" - habe ich die nicht verwendeten D2P-Einlagen von 2011 aufgehoben. Was läge also näher, als damit ein bißchen herumzuspielen? Ich habe also für den Rest des Monats jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag eine Seite des D2P eingelegt - die "alten" Daten mit Korrekturband verschwinden lassen, das Ganze mit etwas Washi kaschiert. 


Dienstag, Donnerstag und am Wochenende habe ich die linierte Rückseite (beim D2P eigentlich der nächste Tag):


Auf diese Weise verwende ich mein "angebrochenes" DpP weiter und muß nichts neu schreiben.

Nicht perfekt - aber als Test-Version auf jeden Fall hinreichend. Wenn ich merke, dass ich damit doch nicht zurecht komme, kann ich die Extrablätter einfach wieder rausnehmen. Dann weiss ich, dass ich für 2015 doch beim DpP bleibe - und erspare mir einen teuren Fehlkauf. Und wenn ich das neue Format liebe, kann ich mir überlegen, Ende September doch noch ein D2P für 2014 zu bestellen. (Schade, dass Filofax die Einlagen nicht reduziert!)

Kommentare:

  1. Ohja das mit den wechselnden Kalendarien kennt wohl jeder Filofax Fan. Ich dachte ich hätte meinen Favoriten gefunden (W1P+N)! Dann habe ich letzte Woche den Original gekauft und dann war da W2P im CottonCream Style drin und jetzt muss ich natürlich testen ob dass besser ist :-D ja. Vor ein paar Jahren hatte ich auch mal DpP und fand es zu groß aber jetzt wo ich das Dekorieren für mich entdeckt habe wäre mehr Platz vielleicht besser... Hachja immer wieder das Gleiche :-)

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  2. Me too! I change calendars all the time and have to order new ones as I fall in love with them. The last place I ordered them from sent me an email saying, "This is the time of year when we have to ask if you want 2014 or 2015." Erm…2014, please:0))

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  3. Ich weiß schon gar nicht mehr wie oft ich dieses Jahr rum experimentiert habe, neue Kalender, neue Notizbücher, neues Layout, neues System. Irgendwie passte aber auch gar nichts. Ich bin aber froh, dass ich mit diesem "Problem" nicht alleine bin...

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