Filomaniac

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7. November 2014

Mr. Big

Den Cavendish hatte ich schon lange auf meiner Wunschliste, allerdings findet man ihn nur noch gebraucht, und dann oft zu dreitstelligen (!) Summen! Umso glücklicher war ich daher, also ich am Sonntagabend (buchstäblich in letzter Minute) einen auf ebay ergattern konnte, für 35 Euro. (Fast hätte ich das Ende der Auktion verpasst, weil ich gebügelt habe!)

Ich habe nicht wenig gestaunt, als das gute Stück am Mitwoch ankam und ich entdeckt habe, dass es von Laura kommt, die ich von unseren Meet ups kenne. (Sie hat mir auch den Malden Purple verkauft.) Ich hatte sogar diesen Cavendish schon einmal in der Hand gehalten, beim letzten Meet up in Nürnberg im September. Mir war doch gleich so, als stünde da mein Name drauf...

Und Laura hat auch noch ein paar Goodies reingepackt, guckt mal:


Was so besonders an diesem Modell ist? Auf den ersten Blick ist es einfach ein weiterer "klassicher" Filofax aus den späten 90er Jahren, vergleichbar z. B. mit dem Portland. Weiches, glattes Deluxe Leather, eine Druckknopflasche. Der Cavendish war seinerzeit - wie ich dem FiloWiki entnehme - in Mini, Pocket, Compact und Personal erhältlich, in den Farben Bordeaux, Brown, Navy und eben Black.

Wie man sieht, hat der Zahn der Zeit am ehemals schwarzen Druckknopf genagt, ich finde aber, dass dieser in Silber noch besser aussieht. Als ob er so gedacht wäre, meint Ihr nicht auch?

Der Cavendish hat hinten außen ein Reissverschlussfach, das ist schon mal eine Besonderheit. (Neuerdings bietet Filofax den Nappa sowie den Lockwood mit einem solchen Fach an.) Es ist, mit ca. 7 cm übrigens tief genug, um einen iPod touch/iPhone 5G aufzunehmen, was sehr praktisch ist. (Wenn man bedenkt, dass vor 15 Jahren Smartphones ja noch überhaupt kein Thema waren!)


Innen verfügt der Cavendish über zwei (unterschiedlich grosse) lederne Stiftschlaufen; acht Kartenfächer mit einem Einschubfach dahinter auf der linken sowie ein weiteres Einschubfach und eine secretary pocket auf der rechten Seite - sehr praktisch für lose Zettel! Eine sehr schöne und praktische Aufteilung,. wie ich finde.

In die Stiftschlaufen passen z. B. ein Lamy Safari (links) und ein Lamy Kugelschreiber oder Twin Pen.


Aber der Clou - und der Grund, warum der Cavendish so begehrt ist -, sind die 30 mm-Ringe. Ja, Ihr habt richtig gelesen: der Cavendish ist eines der wenigen Modelle in Personal, das grössere Ringe hat als die üblichen 23 mm. (Es gab übrigens auch einen - heute ebenfalls sehr gesuchten Portland Grand.)


Ich bin gleich mal probeweise eingezogen: 


Zusätzlich zu meiner "normalen" Füllung (M2P, zwei Monate D2P, ein paar Blatt Notizpapier, Slimline Adressregister) könnte ich ohne weiteres das komplette W2P hineinpacken - oder mehr Monate des D2P; aber dann wird der Filofax natürlich auch dicker und schwerer.


Hineinpassen würde alternativ auch das komplette D2P - dann geht allerdings nichts anderes hinein, und man darf es auch nicht durch zusätzliche Blätter sowie Scraps "aufblähen". (Ein DpP, das ja nur halb so viele Seiten hat wie das D2P, wäre also gar kein Problem.) Mit dem kompletten D2P wiegt der Cavendish übrigens stolze 610 Gramm.


Was mich überrascht: trotz der größeren Ringmechanik hat der Cavendish keine längere Druckknopflasche als die 23 mm-Standardmodelle. Wenn man ihn also wirklich mit Einlagen vollpackt und dazu noch zwei Stifte reinsteckt, wird's schon etwas knapp!

Was ich, nachdem ich den Cavendish die letzten zwei Tage als Alltags-Filo benutzt habe, ebenfalls festgestellt habe: wegen der größeren Ringe kann man ihn, wenn er aufgeschlagen war, nicht einfach zuklappen, um ihn zu schliessen, sondern muss zunächst die Einlagen von der linken Seite zurückklappen - die kommen sonst nicht um die "Kurve" der Ringmchanik herum. Ein geringer Preis für den zusätzlichen Platz - aber im Alltag doch etwas störend. Vermutlich gewöhnt man sich aber recht schnell an diesen zusätzlichen Handgriff.

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