Filomaniac

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17. November 2014

Piccadilly

"Die Londoner Straße Piccadilly befindet sich im Stadtbezirk City of Westminster und gehört zu den bekanntesten Straßen der Stadt. [...] Der Name der Straße stammt von dem Schneider Robert Baker, der am Ende des 16. Jahrhunderts und am Anfang des 17. Jahrhunderts die seinerzeit gefragten, als piccadills bezeichneten Kleidungsstücke, hohe, steife mäanderförmig gelegte Kragen mit Spitzen (aus dem Spanischen picadillo) an den Rändern, herstellte. Er baute um das Jahr 1612 im Westen der Stadt das Haus, welches bald als Piccadilly Hall bezeichnet wurde." (Quelle: Wikipedia)
Wieder was gelernt.

Den Piccadilly habe ich, ehrlich gesagt, ziemlich spontan (und ohne viel über das Modell zu wissen) gekauft, als Sverri ihn vorletzte Woche im Forum angeboten hat. (Ja, genau - sie hat ein paar Tage später meinen Holborn gekauft.) 

Dem FiloWiki (einer schier unerschöpflichen Quelle des Wissens, auch für mich) entnehme ich, dass er Ende der 90er Jahre im Sortiment war, in den Größen Mini, Pocket, Slimline und Personal, und den Farben Charcoal, Blue, Green (übrigens ein tolles Smaragdgrün!), Red und Yellow. 
Dunkelblaue Filos findet man heutzutage nicht sehr häufig - der Cavendish in Navy fällt mir spontan ein; auch der Kensington und der Portland waren in Dunkelblau erhältlich. Zuletzt gab es den Cuban in Ink, der aber mittlerweile auch discontinued ist.

Als Hermes den Piccadilly eine Woche später geliefert hat, hatte ich inzwischen, wie berichtet, einen Cavendish ersteigert und meinen Holborn (quasi) getauscht, so dass ich den Piccadilly zunächst einmal meiner Sammlung einverleibt, ihm aber noch gar nicht sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Ein klassisches Modell mit Druckknopflasche und (wie früher üblich) mit zwei unterschiedlich großen, ledernen Stiftschlaufen:


Das Leder ist angenehm fest, aber nicht steif und hat eine leichte Narbung, die an den BCC oder den Pennybridge erinnert - nur, dass es sich bei diesen beiden um Kunstleder handelt, während der Piccadilly aus "Real Leather" gefertigt wurde.


Innen bietet er - ganz unspektakulär - acht horizontale Kartenfächer, dahinter ein großes Einschubfach; auf der rechten Seite ein Reissverschlussfach mit verdecktem Reissverschluss. Mein Piccadilly liegt flach, aber ich kann natürlich nicht beurteilen, ob und wenn ja, wieviel Training dafür nötig war.


Der Piccadilly brachte einige Einlagen mit, u. a. ein marmoriertes Register sowie einige Blatt Shopping List, Day Planer, Expenses...


Und auch diese Fundstücke waren dabei: eine Weinjahrgangstabelle (2002) und Informationen zum Euro (2000).


Immer spannend, in einem gebrauchten Modell alte Einlagen zu finden, oder?


Update 19. November 2014
Am Montag bin ich in den Piccadily eingezogen, um mir einen Eindruck zu verschaffen, wie er sich so im Alltag bewährt - und ich habe festgestellt, dass er ein zwar unspektakulärer, aber wirklich angenehmer und praktischer Begleiter ist - liegt schön flach, das Leder ist unempfindlich und nicht zu steif, die zwei Stiftschlaufen erlauben es, gleich zwei Lieblingsstifte dabei zu haben. Vielleicht kein Modell, das man (vorausgesetzt, dass es noch erhältlich wäre) sieht und sofort unbedingt haben will - der Piccadilly offenbart seine Qualitäten erst auf den zweiten Blick. Aber dann wächst er einem schnell ans Herz. Ich wollte ihn eigentlich nur kurz testen und wieder "ausziehen" (zurück in meinen geliebten Holborn) - jetzt wohne ich schon drei Tage im Piccadilly!

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