Filomaniac

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15. Dezember 2014

Der Namenlose

Der Sherwood ist mir, ehrlich gesagt, erst kürzlich ins Auge gefallen - als ich einen auf ebay entdeckt habe. Nachdem ich ein bißchen über das Modell gelesen hatte, fand ich, dass er ziemlich gut in meine Sammlung passen würde. Leider bin ich knapp überboten worden (wer von Euch war das???).

Dann habe ich eine andere Auktion entdeckt, das Modell war nur als "Filofax - Organizer - Kalbsleder schwarz - gebraucht" beschrieben, und die Fotos waren ziemlich schlecht, so dass man die Innenaufteilung nicht erkennen konnte. Zur Ehrenrettung der Anbieterin sei hinzugefügt, dass dieser Filofax keinen Modellnamen eingeprägt hat, sondern nur das Logo sowie Made in England und Real Calf.
Da ich - dank des FiloWikis - ja wusste, dass der Sherwood aus (schottischem) Kalbsleder gefertigt ist (und wie er aussieht), habe ich die Verkäuferin um weitere Fotos gebeten - und siehe da: es war tatsächlich ein Sherwood. Gut für mich, dass ihn offenbar sonst niemand entdeckt hatte, denn ich war die einzige Bieterin (das hatte ich ja noch nie erlebt!) und habe ihn zum Startpreis von 15 Euro ergattert!

Vier Tage später war das gute Stück da:


Dem FiloWiki entnehme ich, dass es den Sherwood Anfang der 90er Jahre nur in Personal gab, in den Farben Black, Brown, Burgundy und Tan, und in verschiedenen Varianten: mit 23, 25 und 30 mm Ringen, mit zwei verschiedenen Reissverschlussfach-Designs, und auch mit goldenen Ecken. (Schaut Euch die Fotos im FiloWiki an - ich warte so lange.) 

Einige Exemplare haben wohl auch den Modellnamen eingeprägt - dieser nicht.


Mein Sherwood hat die üblichen 23 mm-Ringe. Bis auf einen unauffälligen Kratzer vorne ist er tatsächlich in einem sehr guten Zustand. Das Kalbsleder hat eine ganz zarte Narbung und ist wunderbar weich und biegsam. Leider auch recht empfindlich für Kratzer - kein Filo, den man mit Schlüsseln, Haarbürste etc. in die Handtasche schmeissen sollte!


Auf der linken Seite hat er die (damals üblichen) acht horizontalen Kreditkartenfächer mit Einschubfach dahinter; rechts ein Reissverschlussfach, das etwa 3,5 cm vom Rand entfernt ist - so kommt der Zipper den Einlagen nicht ins Gehege. Zusätzlich gibt es ein weiteres offenes Einschubfach, das knapp 8 cm tief ist. (Es gab, wie Ihr ja im FiloWiki gesehen habt, auch eine Variante, bei der der Reissverschluss näher an der Stiftlasche ist und das Einschubfach etwas tiefer - übrigens die gleiche Aufteilung wie beim Tejus.)


Die Stiftschlaufen sind beide sehr schmal - ich verwende diesen Aluminiumstift von Muji (gibt's auch als Kugelschreiber), er passt perfekt.


Mitgebracht hat der Sherwood noch jede Menge Notizpapier, ein buntes Register sowie andere Einlagen:


Ein wunderbares (leicht verspätetes) Nikolausgeschenk - und ein echtes Schnäppchen!

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