Filomaniac

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16. Juni 2015

Pennybridge 2.0

Ich hatte Euch ja letzte Woche versprochen, die beiden Pennybridge-Varianten zu vergleichen. Warum gibt es überhaupt zwei verschiedene Pennybridges?

links: der "alte" aus Schweden, rechts der "neue" Pennybridge

Dazu muss ich ein bisschen ausholen: Vor vier Jahren waren wir in Skandinavien in Urlaub, in Dänemark und Schweden, und ich habe mich natürlich vorher online schlau gemacht, nach welchen Filofaxes ich dort Ausschau halten muss. Tatsächlich gab es zwei Modelle, die seinerzeit nur in Skandinavien erhältlich waren, den Journey und eben den Pennybridge. 

Ich wollte eigentlich den Journey haben: ein klassisches Personal-Modell mit Druckknopflasche - und einem zusätzlichen Reißverschlussteil hinten, wie bei einer Geldbörse: ideal für die Reise (wie der Name schon sagt), um Papiere, Tickets, Geld etc. aufzubewahren. Als ich ihn dann - in Göteborg - endlich in der Hand hatte, war ich allerdings etwas enttäuscht: das Außenfach ist zwar praktisch, aber es macht das Ringbuch auch sehr klobig: stellt Euch einen wattierten Metropol vor mit einer extra "Geldbörse" an der Außenseite. Der Journey sah aus wie ein Backstein aus schwarzem Kunststoff - nichts, was ich ausgerechnet auf Reisen würde mit mir herumtragen wollen. (Ich habe ihn dann ein Jahr später, als er reduziert war, bei Filofax Dänemark bestellt; ihn letztes Jahr aber wieder verkauft. Der erste Eindruck war schon ganz richtig gewesen: Er war wirklich zu klobig.)


Also habe ich ein Auge auf den Pennybridge geworfen: gleiches Material, gleiche Farben (Schwarz und Dunkelrot), gleicher Preis (umgerechnet etwa 53 Euro). Allerdings mit dem Unterschied, dass der Pennybridge eine 15 mm-Ringmechanik hat und einen umlaufenden Reißverschluss: ein Zip-Modell also, aber eben als Compact. (Diese Größe hat Filofax - jedenfalls in Deutschland - 2011 ganz neu eingeführt; vorher gab es nur den Slimline mit 11 bzw. 13 mm Ringdurchmesser.)


Das "Geldbörsen"-Fach befindet sich beim Pennybridge innen: zwei Hauptfächer mit einem Reißverschlussfach dazwischen und insgesamt 14 (!) Kreditkartenfächer links sowie ein großes Einschubfach rechts; außerdem ein weiteres praktisches Einschubfach aussen.


"Perfekt für die Reise!", dachte ich: Die vielen Fächer sind optimal für Hotel-Keycard, Tickets, Visitenkarten, Belege - und Dinge wie Zuckertütchen usw., die ich immer als Souvenirs mitnehme. Er ist leicht und flach: wenn man den ganzen Tag - mit dem Filo in der Tasche - unterwegs ist, ist das optimal;    das Kunstleder mag zwar weniger hochwertig aussehen, ist aber unempfindlich gegen Kratzer. Nachdem ich dann abends, im Hotel, eingezogen war, habe ich allerdings festgestellt, dass die Stiftschlaufe, obwohl elastisch, völlig nutzlos ist: da der Pennybridge mit etwa 12 cm schmaler ist als ein "normaler" Filo - und deutlich schmaler als z. B. der Sketch Zip mit ca. 14,5 cm - geht der Reißverschluss nicht zu, wenn man einen Stift hineinsteckt! Ich habe ihn auch nach dem Urlaub noch eine Weile benutzt - mehr darüber hier -, allerdings bin ich doch bald zu einem Personal als Alltags-Filo zurückgekehrt, und habe den Pennybridge nur gelegentlich für Messebesuche oder zum Ausgehen benutzt, wenn ich mit leichtem Gepäck reisen wollte.

2012 kam der Pennybridge dann auch nach Deutschland (und den Rest von Europa), in einer verbesserten Version: schöneres, leicht genarbtes Kunstleder; anders als das gummiartige, matte Kunstleder des "schwedischen" Modells, und - was ich jetzt weiß -, gerade so viel breiter, dass ein Stift hineinpasst! Auch Filofax Schweden verkauft übrigens mittlerweile die neue Variante; die alten Modelle (ebenso wie der Journey) wurden ab 2013 - auch in Deutschland, u. a. bei Karstadt und im Kaufhof, verramscht (Personal ca. 15 Euro, Pocket ca. 10 Euro). 

Den "Pennybridge 2.0" gab es 2012 zunächst in den Farben Black, Red und Purple (mittlerweile discontinued), jeweils in den Größen Pocket (49 Euro, im neuen Katalog nicht mehr ausgeführt, wird offenbar eingestellt) und Compact (50 Euro), sowie als A5 (79 Euro) mit integriertem iPad-Halter. 2013 kam die Farbe Raspberry hinzu, vergangenes Jahr Cobalt Blue. Auch eAccessories (für iPad und Tablets) sowie verschiedene Folder sind im Sortiment, die komplette Auswahl findet Ihr hier.


Von der Aufteilung her entspricht der (nun nicht mehr ganz so) "neue" Pennybridge seinem schwedischen Vorgänger: 
"Auf den ersten Blick ein bescheidener Organiser - beim Öffnen und dem zweiten Blick eine echte Offenbarung! Multifunktionale Nutzungmöglichkeiten werden hier kombiniert mit trendy Kunstleder in starken Farben." (Filofax DE)

Ein Compact (15 mm Ringmechanik) mit umlaufendem Reissverschluss und einem Einschubfach außen; innen ein Mix aus Kunstleder und farblich passendem Stoff. Auf der linken Seite stolze 14 (!) Kreditkartenfächer, zwei Fächer über die gesamte Höhe z. B. für Geldscheine oder Quittungen sowie ein Münzfach mit Reißverschluss; rechts ein weiteres Einschubfach und eine elastische Stiftschlaufe.



In ähnlicher Ausstattung hat Filofax in diesem Jahr den Saffiano Compact Zip (49 Euro) eingeführt, in poppigen Farben: Aquamarine, Poppy, Pear und Raspberry. Die Fächer sind etwas anders angeordnet und die Stiftschlaufe befindet sich auf der linken Seite; der größte Unterschied ist allerdings, dass die Ringmechanik herausnehmbar ist, so dass der Saffiano auch "nur" als Geldbörse, ohne Einlagen,  verwendet werden kann.


Auch den Malden gibt es als Compact (und Pocket) mit Zip, in Ochre, Purple und Navy. Echtes Leder hat aber natürlich seinen Preis: 119€, mehr als doppelt so teuer wie die kunstledernen Modelle. 

Compact Zip Modelle sind geeignet für alle, die mit wenigen Einlagen (z. B. einem Wochenkalender plus Notizpapier, oder auch ganz ohne Kalender) auskommen - und ohne Register, denn dafür sind Compact-Modelle (übrigens auch die mit Druckknopflasche) zu schmal. Der Reißverschluss schützt - wie beim Personal oder A5 Zip - lose Zettel, Belege oder auch das Smartphone. Optimal z. B. als Reise-Filo, oder als "Satellit" für unterwegs zu einem größeren Modell, das daheim bleibt. Auch als Geldbörse lässt sich der Compact Zip dank der vielen (Karten-)Fächer verwenden, allerdings tragen Plastikkarten und vor allem Münzen natürlich auf. 

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