Filomaniac

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16. März 2016

Filo macht sich nützlich

Vor lauter Dekowahn und "Filofaxing"-Hype vergisst man fast, dass ein Filofax eigentlich mal als, nun ja, Werkzeug gedacht war, um Termine, Todos, Adressen... sprich: das Leben zu organisieren. 

Heute will ich Euch deshalb einmal zeigen, wie mir mein Filofax bei der Steuererklärung hilft. Naja, das Meiste muss ich immer noch selbst machen, aber er hilft mir, den Überblick zu behalten und nichts zu vergessen.

Ich erledige die leidige Steuererklärung immer im März - und das ist jedes Mal ein Angang, sage ich Euch! Schwebt über mir wie ein Damoklesschwert - obwohl ich dann, wenn ich anfange, jedes Mal feststelle, dass es "eigentlich gar nicht so schlimm" ist. 

Anfang März schreibe ich es in meine Monats-Todoliste, um mich schon mal seelisch darauf einzustimmen:


Dann lege ich dafür einen eigenen Notizzettel an: oranges Papier, denn das steht im meinem System für "Finanzen". Da ich ja kein Register verwende, nutze ich verschiedenfarbiges Papier für verschiedene Bereiche, z. B.: Grün für Bücher, Gelb für die Katze, Lila fürs Blog... und eben Orange - für alles, was mit Finanzen, Verträgen usw. zu tun hat. 
Hier notiere ich mir, welche Formulare ich brauche, welche Belege (Versicherungen etc.), und ich mache eine Liste aller Teilaufgaben: Die Formulare beim Finanzamt besorgen, die nötigen Belege usw. zusammentragen, Formulare ausfüllen, Kopien machen, Erklärung beim Finanzamt einreichen. Ich finde das "Projekt Steuerklärung" weniger beängstigend, wenn ich sozusagen in kleine Teilaufgaben herunterbreche. Hier notiere ich dann auch, wann ich die Erklärung abgegeben habe, wann die Belege zurückgekommen sind und wann der Bescheid. Ist das Projekt abgeschlossen, archiviere ich diese Notiz. Im nächsten Jahr kann ich dann darauf - vor allem auf die Liste der Belege, die ich brauche - zurückgreifen. 

Als nächstes ziehe ich meinen Kalender zu Rate und checke, wann ich Zeit habe, das Ganze in Angriff zu nehmen. Dann trage ich die einzelnen Aufgaben ins Kalendarium ein. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht - für mich gilt: "Wenn es nicht im Filo steht, wird es nicht passieren". Nicht, dass ich es notwendigerweise vergessen würde - aber vielleicht verschieben. Wenn es quasi Schwarz auf Weiß - mit passendem Sticker! - im Kalender steht, fühle ich mich eher verpflichtet, es auch wirklich zu tun. Und das Abhaken ist so befriedigend - auch wenn es nur so etwas Banales ist wie "Kopien machen". 


Außerdem weiß ich beim Blick in dem Kalender, dass ich mir für den Tag, an dem "Steuer" ansteht, nichts anderes vornehmen kann, jedenfalls nicht "Großes". 

Beim tatsächlichen Ausfüllen der Steuerformulare ist der Filo zwar keine große Hilfe, und rechnen kann er ja auch nicht (ein Punkt für das Smartphone!) - aber zumindest kann ich das Monatskalendarium des vergangenen Jahres verwenden, um die Arbeits-, Urlaubs- und (gegebenenfalls) Krankentage zu zählen. Ich trage das immer gleich im aktuellen Monat ein, so dass ich dann für die Steuer schnell parat habe. 

Für dieses Jahr ist es übrigens schon fast vollbracht - ich warte noch auf eine Bescheinigung von der Versicherung, dann kann ich das Ganze eintüten und auf den Weg bringen. 

Wie hilft Euch Euer Filofax bei der Bewältigung Eures Alltags?

1 Kommentar:

  1. Ich freu mich immer, wenn ich auf Bildern zwischen all den Bergen von Washis auch Termine und Notizen finde. Aber vllt haben Teens und Tweens, die sich noch in der Pubertät befinden, einfach kaum Termine? :D *duck und renn*
    Ich manage in meinem Domino A5 unser Familienleben, die Hälfte der Termine meines Mannes, die meiner Tochter, Haushalts-ToDo-Listen, unseren Garten und meine Chilipflanzen, Einkaufsliste und verschiedenste ehrenamtliche Projekte. Da hab ich schlicht weder Zeit noch Platz, übergroße Sticker mit irgendwelchen Japan-Motiven oder meterweise Washi reinzukleben :D

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