Filomaniac

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5. Mai 2016

"Unverhofft kommt oft!"

...sagte der DHL-Mann zu mir, als er mit dem Packerl vor der Tür stand, das meinen Eton enthielt. Ich hatte ihn (also den Filofax, und mithin auch den DHL-Mann) noch gar nicht erwartet, weil der Verkäufer den Versand nicht auf ebay angegeben hatte.

Wie berichtet, habe ich am Donnerstagabend einen Eton ersteigert, für 55 Euro, und damit unterhalb meiner persönlichen "Schmerzgrenze".

Der Eton - 2009 zum letzten Mal im Katalog abgebildet - war eines der absoluten Luxusmodelle von Filofax:
"Understatement hat einen neuen Namen. Lassen Sie sich verführen und inspirieren durch streichelweiches Lammleder und Cotton Cream Einlagen. Funktionalität trifft beim Eton auf pure Sinnlichkeit." (Filofax-Katalog 2009)
Erhältlich war der Eton, wie ich dem FiloWiki entnehme, in den Jahren 2005 bis 2011, in den Größen Pocket, Personal und Slimline, nur in Black. Der Preis wird mit ca. 220 USD angegeben; in der deutschen Preisliste von 2010 (ja, ich hebe alles auf!) ist er nicht mehr erfasst.


Ich habe ihn vor zwei, drei Jahren einmal im Karstadt in München "in echt" gesehen, etwas reduziert zwar, allerdings ziemlich ramponiert und vom Stehen im Regal total verbogen und windschief. Was für einen Schande! Nicole hat ihren Eton auch mal zu einem Meet up mitgebracht, und ich war total verliebt in das superweiche Lammleder - ein echter Handschmeichler!

Der Knightsbridge ist übrigens ebenfalls aus Lammleder.


Mein Eton hat minimale Gebrauchsspuren, was bei so weichem Leder nicht ausbleibt, wurde aber - nach Angabe des Verkäufers (und auch dem Augenschein nach) - sehr pfleglich behandelt und hat das Haus nie verlassen. 


Geschlossen wird er mit der klassischen Druckknopflasche, mit sichtbarem metallenen Druckknopf mit Filofax-Logo; das FiloWiki nennt es gunmetal (Rotguss). Nein, ich habe auch keine Ahnung, was das ist.



Der Verkäufer hat ein cotton cream Register drin gelassen, vermutlich die originale Ausstattung, sowie (was mich gefreut hat) eines dieser Jod Pads, die Filofax im Dreierpack anbietet.


Hier nochmal "nackt":


Auf der linken Seite hat der Eton sechs vertikal angeordnete Kreditkartenfächer,  dazu ein zusätzliches, etwas breiteres Fach (vielleicht für Visitenkarten?) und das obligatorische Einschubfach - allerdings geräumiger, als man es von anderen Modellen kennt. Ein ebensolches Einschubfach plus ein kleines Reißverschlussfach gibt's auch auf der rechten Seite. Sogenannte Ringprotektoren schützen die Mechanik - und umgekehrt das Leder vor Abdrücken.


Der Eton verfügt - wie früher üblich - über zwei unterschiedlich große (für meinen Geschmack eigentlich zu weite) Stiftschlaufen und wiegt leer 205 Gramm - gar nicht mal so schwer also. Zum Vergleich: der Malden wiegt 218 Gramm, der Finsbury 223, The Original 241. Das absolute Schwergewicht (in der Gewichtsklasse "Personal") ist der Balmoral (mit Rückenfach), der es auf mit stolze 319 Gramm bringt.

Mein Exemplar liegt flach wie ein Pfannkuchen, wurde allerdings ja auch benutzt. Laut FiloWiki bedarf es eines leichten Trainings.

Der Eton ist wunderschön und die Aufteilung gefällt mir sehr - leider  ist das Leder recht empfindlich, was Kratzer angeht. Auch wenn ich nicht viel Geld dafür bezahlt habe, und Gebrauchsspuren bei Leder "Charakter" verleihen. widerstrebt es mir, ein so kostbares Modell tagtäglich  in der Tasche herumzutragen. Daher beherbergt der Eton nun mein DpP/Scrapbook und darf zuhause bleiben, während der (weit weniger empfindliche) Dundee mich begleitet.



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